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THEMA: B&S-Saxophone

B&S-Saxophone 24 Feb 2012 23:07 #107363

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Hallo,

ein interessanter Thread.
Also mein Barisax ist ein B&S mit dem blauen Label. Siehe Avatar.
Ich hatte es kurz nach der Grenzöffnung in wenig gebrauchten Zustand erworben.
Dabei war ein Weltklangmundstück bei dem wahrscheinlich die Bahn geöffnet wurde, jedenfalls ist es damit sehr laut.
Das Instrument hat verglichen mit anderen Barisaxen eine eher sparsame, fast schon filigrane und dennoch stabile Mechanik. Das macht es angenehm leicht zu tragen. Der Koffer ist ein typischer Weltklangkoffer, wo außer dem Instrument selbst kaum noch was anderes hinein paßt und der ebenfalls sehr leicht zu tragen ist.
Das Instrument läßt sich wunderbar leicht anspielen. Es hat einen angenehmen und nicht zu aufdringlichen Klang. Die Tiefen Töne ab dem tiefen A kommen mit einem Mundstück mit enger Bahn z.b. Yamaha 5C oder Selmer S80 D problemlos aus dem ppp heraus. Die obere Oktave ist ein bischen dünn, da muß man schon mehr pressen um ein ff heraus zu bekommen.
Zu Tönen jenseits G´´´ mag ich nichts berichten da ich mich damit bisher noch zu wenig beschäftigt habe.
Die Intonation ist bei fast allen Tönen gut in Ordnung, das D´ ist aber zu hoch. Dies kann man sicher noch einstellen. Bei einigen Holzblättern habe ich Probleme mit dem A das aus bisher nicht geklärter Ursache im Piano manchmal einfach stumm bleibt. Seit dem ich Legereblätter benutze ist auch damit alles in Ordnung.
Insgesamt und vor allem wegen der leichten Ansprache bin ich mit dem Instrument sehr gut zufrieden und würde es nicht mehr hergeben wollen.

Grüße
Werner
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B&S-Saxophone 26 Feb 2012 17:45 #107385

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Ruediger Kramer schrieb:
Die Serien 2001, Guardala und Medusa waren ja die B&S-Spitzenprodukte (wovon insgesamt nur 16000 Stück produziert worden waren, Altos und Tenöre zusammen)
Nicht zu vergessen das Codera mit seinem leider nicht mehr weiter verfolgten Resoblade-System!
Ich habe mir vor drei Jahren ein B&S Medusa Altsaxophon gekauft.
Dessen Verarbeitung kann man nur als erstklassig bezeichnen. Die leichtgängige Mechanik weist keinerlei Spiel auf. Gis- und Cis-Heber, die beim Keilwerth SX-90 immer kritisiert wurden, funktionieren hier perfekt, ich habe kein einziges Mal mit einem klebenden Gis oder Cis zu tun gehabt.
Klanglich und intonationsmäßig braucht sich das Medusa vor keinem großen Namen zu verstecken, sehr positiv finde ich seine Überblasfreudigkeit, die dem Altissimoregister zugute kommt.
Eigentlich habe ich nur zwei Kritikpunkte:
1. die sandmatte Oberfläche, die relativ schnell runtergewanzt aussieht.
2. die für eher kleine Hände konziperte Mechanik, mit der sich meine langen Finger nicht recht anfreunden können.
Für Saxer mit den passenden Händen ist das natürlich ein Pluspunkt.

Mein Fazit: auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man kaum mehr Sax fürs Geld als beim Medusa.

Gruß
Joachim
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B&S-Saxophone 26 Feb 2012 20:15 #107388

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@BariPapa:
Ja, die bluelabel sind sehr seriöse Imstrumente...

@saxology:
Die Coderas sind da schon drin. Das Sand-finish sieht erst saugut aus, aber dann... Das hat schon viele geärgert, die sind auch als letzte weggegangen.
Mir passen meine B&S-Saxe gut - ich habe kleine Hände.
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B&S-Saxophone 27 Feb 2012 15:22 #107404

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Hi,

die meisten werden mitbekommen haben, dass ich ein Blue Label spiele. Einer der großen Vorteile davon ist die robuste Machart. Das Teil ist damals nach Neuanschaffung tatsächlich mehr als zehn Jahre im permanenten Einsatz mechanisch kaum gealtert. Dabei wurde es unzählige Male nach dem Gig hastig in den Koffer geworfen, hat Roadies überstanden für die ein Hard-Shell-Formcase lediglich Lizenz zum Instrumentenweitwurf war, hat sommers wie winters oft genug im Kofferraum oder Tourbus übernachtet, weil man keine Lust hatte, das Teil mit ins Hotel zu nehmen (manchmal auch keine Zeit :) ). Und oft genug musste die Wartung so lange aufgeschoben werden, bis ich mir endlich einmal Zeit für das Nötigste genommen habe.

Das ist inzwischen ein wenig ruhiger geworden. Und davon abgesehen, gehe ich auch ein wenig pfleglicher damit um.

Die Gebrauchsspuren sind (s.o.) dementsprechend viele. Verbrauchsspuren allerdings gibt es nur ganz wenige. Lediglich die Polster habe ich vor nicht ganz einem Jahr komplett gewechselt. Vorher wurde immer nur das ersetzt, was eben ersetzt werden musste.

Die Mechanik ist weit davon entfernt, filigran zu sein. Aber dafür fühlt sie sich gut und sehr direkt an. Kurz gesagt: das Ding ist ein Traktor und nicht im Geringsten kapriziös. Kein Vergleich zu meinem Dolnet, das ich zuvor gespielt habe.

Über den Sound kann man streiten. Ich halte ihn für relativ einzigartig. Das heißt, das Teil hat eine Menge Druck und Power. Allerdings gebe ich dabei zu bedenken, dass möglicherweise nur ich das höre. Denn der Wechsel von meinem Dolnet zum B&S ging relativ unbemerkt von Kollegen und Publikum vonstatten. Und selbst ich kann bei einigen Aufnahmen aus der Übergangszeit nicht mehr genau sagen, womit ich da im Studio war.
next time you see me...
Letzte Änderung: 27 Feb 2012 16:34 von bluemike.
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Reeds-Shop

B&S-Saxophone 27 Feb 2012 15:49 #107405

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hallo bluemike,


auch wenn ich familiär wenig Zeit dzur zeit habe um zu Schreiben, das selbe Gefühl habe ich von AMATI CLASSIC. Feines Horn und guter Klang, etwas Traktor, aber stimmig im Handling.

wenn ich mehr Zeit habe melde ich mich wieder mal - herzlichen Gruss

ophon
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B&S-Saxophone 27 Feb 2012 15:59 #107406

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bluemike schrieb:
das Ding ist ein Traktor und nicht im Geringsten kapriziös.

Danke bluemike - nicht nur die bluelabels sind so solide, auch die Modelle nach der Wende sind very sturdy...
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B&S-Saxophone 27 Feb 2012 21:28 #107423

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ophon schrieb:
hallo bluemike,


auch wenn ich familiär wenig Zeit dzur zeit habe um zu Schreiben, das selbe Gefühl habe ich von AMATI CLASSIC. Feines Horn und guter Klang, etwas Traktor, aber stimmig im Handling.

wenn ich mehr Zeit habe melde ich mich wieder mal - herzlichen Gruss

ophon


Ich kann ophon nur zustimmen, persönlich finde die "Classic Super"-Tenöre klanglich besser als B&S. Die Klappenordnung der B&S-Instrumente ist eine Selmer-Kopie, falls das als Vorteil anzusehen ist, das Blech war doch zu weich und die Klappen hatten Spiel nach gewisser Zeit. Es gab aber Instrumente für Export in den Westen - die wurden solide gebaut, waren auch klanglich besser !

Fazit: für mich sind die "blue labels" die Selmers, Amati Classic - die Conns des Ostens :)

P.S. unter AMATI CLASSIC meine ich CLASSIC SUPER, mit Classic de luxe habe ich wenig Erfahrungen
Letzte Änderung: 28 Feb 2012 11:26 von RMC.
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B&S-Saxophone 28 Feb 2012 14:45 #107440

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Hallo,

da dies mein erster Beitrag hier ist: ein liebes Hallo an alle!
Auch ich spiele ein Blue Label Tenor, von ca. 1985. Ich muss zustimmen, dass es sich hierbei um ein äußerst solides Instrument handelt, welches sich stabil anfühlt und auch gut spielen lässt.
Das Problem, welches ich habe (und ebenso ein Arbeitskollege von mir, der vor Jahren das gleiche Modell spielte) ist die schlechte Intonation des Horns. Das D und E sind gnadenlose 20 cent zu hoch, während das a und das c ca. 20 cent zu niedrig intonieren. Dies ist unabhängig vom Mundstück und Ansatzfehler möchte ich hier auch ausschließen, da ich das Ding in der Werkstatt hatte, und auch der Meister das bestätigen kann. Nur machen kann er da so gut wie nix (Klappenaufgänge etc. wurden schon optimiert).
Darum bin ich auf der Suche nach nem anderen Horn, welches in sich stimmiger ist.
Schade, denn ich mag das Teil ansonsten sehr.

@BlueMike
Wie intoniert dein B&S? Gleichst du eine schlechte Intonation durch Ansatz aus oder ist dein Horn da besser gebaut?

Viele Grüße
Gaivota
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B&S-Saxophone 28 Feb 2012 15:05 #107441

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Hi,
Wie intoniert dein B&S? Gleichst du eine schlechte Intonation durch Ansatz aus oder ist dein Horn da besser gebaut?

Das kann ich dir nicht mal wirklich sagen, wenn ich ehrlich bin. :blush: Ich habe das Instrument so lange und unter so vielen verschiedenen Bedingungen gespielt, dass ich nicht mehr feststellen kann, ob und was ich da ausgleiche. Zumal man bei jedem Instrument den Ton leicht nachregelt und den Ansatz nie konstant über das ganze Register gleich hält/halten kann.

Was ich sagen kann, ist lediglich Folgendes: Mein B&S kann man richtig intonieren und D und E sind bei mir nicht stumpf oder matt.

Bei anderen Hörnern, die für mich ungewohnter und neuer sind, kann ich wesentlich bessere Auskünfte geben. Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich auch an deren Eigenheiten. Das ist dann einigermaßen konstant abgespeichert.

Eigentlich gibt es nur ein Horn, das sich nachhaltig widersetzt hat und nicht nur mich sprachlos zurücklässt. :evil:
next time you see me...
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B&S-Saxophone 28 Feb 2012 15:38 #107445

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Gaivota schrieb:
Das Problem, welches ich habe (...) ist die schlechte Intonation des Horns.

Die B&S-Saxe nach 1990 sind - wie häufig zu hören war - quasi perfekt gestimmt...
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