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THEMA: langjähriges Spielen, aber....???

langjähriges Spielen, aber....??? 25 Nov 2008 23:40 #66167

  • skjoni14
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Hallöchen ihr Lieben,

ich spiele nun unglaublicherweise seit einer guten Woche in einer Big Band mitm Bari, mir fiel aber nun zum zweiten Mal das Niveau der Leute dort stark auf, besonders der Saxophone (naja, die kann ich eben am besten beurteilen *g*) und bin daran interessiert, von euch zu erfahren, ob ihr das kennt.

Also die Spieler sind eigentlich alle so zwischen 20 und 30 und spielen schon alle 5-7 Jahr durchschnittlich (teilweise sogar noch vieeel länger), d.h. ich bin n richtiges Küken dort mit meinem einen Jahr Saxspiel... Allerdings fiel mir jetzt mehrmals deren
Technik stark negativ auf und damit meine ich nicht die Finger oder die Haltung oder so, sondern die Tonbildung.
Es wurde natürlich reihum gestimmt und kein einziges von den anwesenden 10 Saxophonen konnte einen sauberen Ton spielen, d.h. weder sauberer Anstoß, noch gerader Ton (hab mich ja gefragt, wie der Diri feststellt, ob se zu hoch oder zu tief sind :-D ) noch ein beenden des Tons... Aber das schlimmste waren eigentlich wirklich die Tonschwankungen! Habt ihr das auch schon erlebt? Das sind für mich Grundlagen, die besonders im gemeinsamen Spiel wichtig sind - oder übertreibe ich da und verlange zu viel?
Ich merke deutlich, dass sie jahrelange Praxis haben und die Stücke besser vom Blatt spielen können, aber was Genauigkeit und eben oben erwähnte Kriterien betrifft, so glaube ich, die jetzt schon besser zu können.... ???

Deutlich merkbar wurde es natürlich bei wichtigen Einsätzen (klar, wer keinen Anstoß kann, kann noch weniger pünktlich einsetzen oder er is super gut...) und ganz besonders bei hohen Passagen, in denen manche nahezu bis zu einem Halbton zu hoch intonierten - und ich konnte sogar von 10m Entfernung sehen, dass da mit dem Ansatz nachgedrückt wurde...

So, lange Rede, kurzer Sinn: Kennt ihr sowas? Ist das normal? Muss man sich damit abfinden oder soll ich mal den Dirigenten ansprechen (was ich allerdings als Anfängerin etwas überheblich fände)??

Schreibt doch mal ein wenig - ich weiß ja, dass die meisten von euch schon jahrlang in irgendwelchen Formationen spielen :-)

Viele liebe Grüße aus dem Süden,
Skjoni

PS: Vielleicht klingt der obige Text sehr negativ - Spaß machen tut es natürlich trotzdem sehr und ich bin ja froh, dass ich überhaupt nach so kurzer Spielzeit schon mit meinem "Nebeninstrument" irgendwo mitmachen darf.......

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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 25 Nov 2008 23:48 #66168

  • RainerBurkhardt
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Ich kenn" das, es ist normal. Du sollst den Dirigenten nicht darauf ansprechen (der Diri ist der oberste Scheff, und wenn der es nicht sagt, dann hast du auch nichts zu sagen).
Es ist leider im Hobbybereich meistens so, dass die Leute irgendwann mal ihre Ausbildung haben, und dann eben das Instrument einmal die Woche auspacken.
D.h. einer der 20 Jahre spielt, ist bis auf die Orchesterroutine nicht besser als einer, der 5 Jahre spielt. Trauring aber wahr. Trotzdem kann das Niveau echt gut sein.
Wie heißt die Kapelle und wo tretet ihr mal auf?
Remember Joe Cocker
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 25 Nov 2008 23:59 #66169

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Uni Big Band... :-D

Ähm... Konzert... Ende Januar oder so. Wo? KA...interessiert mich erst 2 Tage vorher 8-)
Kleiner Scherz, aber ich hab den Ort schon wieder vergessen, Uni oder so... *g*

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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 07:26 #66177

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Uni Big Band... :-D

Ähm... Konzert... Ende Januar oder so. Wo? KA...interessiert

Hallo maira, sag mir den Termin (und besorg ne Freikarte) dann bin ich da!
cu, njoy
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 07:41 #66178

  • Tina
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Ich kann deine Beobachtung ebenfalls bestätigen. Ich spiele in einem Blasorchester, eigentlich Flöte, inzwischen habe ich mich aber rein zum Spaß auch schon mit dem Sax zu einigen Proben getraut. Ich schaffe es sogar nach 4 Monaten (!) problemlos, mit unseren Saxophonen mitzuhalten. Besonders was Rhythmik, Blattspiel und Fingertechnik angeht, komme ich deutlich besser klar als viele von denen. Habe zwar noch das ein oder andere Problem mit der Intonation, im Gegensatz zu denen, die da schon Jahrelang sitzen, merke ich das aber wenigstens ...

Bei uns fallen mir diese Schwächen allerdings bei den Saxophonen extrem stark auf, alle anderen Instrumentengruppen sind eigentlich ganz gut. Woran das liegt, kann ich mir nicht so recht erklären. ???

An deiner Stelle würde ich auch nicht unbedingt den Dirigenten darauf ansprechen. Mach es einfach besser und warte ab, ob er irgendwann selber was merkt!
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 08:34 #66180

  • saxolina
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Hallo Maira,

ich komm auch, also rück" mal Termin und Ort raus!

Ich denke, es hängt viel davon ab, was für Unterricht man genossen hat, ob dort Wert auf Tonbildung gelegt wurde, ob die Leute Tonübungen zu Hause machen usw.

Eigentlich sollten doch die Leute selbst stimmen, ohne den Dirigenten dafür zu benötigen, oder?

Grüße
Saxolina

P. S.
Braucht Ihr noch "n Alto? :-)

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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 10:02 #66187

  • SkankingSax
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Tach auch.

Kenn ich auch. Besonders gewundert habe ich mich über dieses Phänomen beim sinfonischen Blasorchester meiner Uni. Da sind Leute dabei, die Altsax als Hauptinstrument spielen und absolut nicht mitkommen. Zugegeben, die Literatur ist recht anspruchsvoll, aber als Musikstudent sollte man die eigentlich bewältigen können... Bei denen ist leider nicht nur eine Komponente schlecht, sondern mehr oder weniger alles: Timing, Ton, Intonation, Fingertechnik, (to be continued >:D )

Keine Sorge, das ist nirgendwo anders, aber bis zum Konzert hat man die Leute meistens soweit, dass sie das irgendwie hinbekommen. Und immer dran denken: Es geht auch denen, die nicht soo viel können, nur um den Spass, nicht wirklich um das Ergebnis. Das ist finde ich wichtig, um sie bewerten zu können. Wen sich einer mit total schlechter Intonation trotzdem wohlfühlt, gut, dann intoniert er halt schlecht und die absolut schlechtesten Töne werden irgendwie korrigiert, sodass auch die anderen sich wohlfühlen können. Und in Blasorchestern gilt ja eh meistens: Was kostet die Welt, ich bin LAUTER :-s :-s :-s :-D

Keep on SkankiN`! :-s
Sax'n'Drums and Rock'n'Ska
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 10:24 #66188

  • Happi
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Bei uns fallen mir diese Schwächen allerdings bei den Saxophonen extrem stark auf, alle anderen Instrumentengruppen sind eigentlich ganz gut.

Einspruch: bei uns spielen die a n d e r e n Blech!!!!

O0

Immer Geduld und Spucke!!!

Grüße HAPPI
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 10:51 #66190

  • Bloozer
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einige Orchesterleiter sollten sich vielleicht mal den Film "Mr Holland"s Opus" anschauen, der sehr schön darauf eingeht wie man aus scheinbar minderbegabten desinteressierten Leuten musikbegeisterte Könner macht. Ist natürlich idealistisch überhöht.

Ok, wenn man nicht mit dem Leiter sprechen sollte (warum eigentlich?) dann schnell diesen traurigen Haufen verlassen. :"(
Wächst denn das Gras schneller, wenn man daran zieht?
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Re: langjähriges Spielen, aber....??? 26 Nov 2008 11:00 #66191

  • Leont
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Ich weiß nicht, ob man das im Internet so breittreten muß, wie schlecht die eigene Band ist. Wirkt merkwürdig.

Ich kenne das Problem sehr gut, da ich einige Zeit in einem Hobby-Studenten-MöchteGernBigBand-Blasorchester gespielt habe.

Da betrifft das zwar alle Instrumentengruppen aber die Saxophone sind ein Fall für sich, vor allem weil locker 10 Altsaxophonistinnen auf der Liste stehen.
Viele von denen haben halt als Kinder odre Jugendliche ein paar Jahre Unterricht gehabt, aber wie das halt oft so ist, meist eher Oberflächlich, und seit dem ist nichts mehr passiert. Sie haben irgendwo einen Hobbyverein gefunden, spielen dort einmal die Woche und sind damit zufrieden. Daran ist eigentlich nichts auszusetzen, doch leider ist die musikalische Leistung an der grenze des Hörbaren für geschultere Ohren.
Viele Leute die halt nur einmal die Woche ihr Instrument auspacken und damit glücklich sind befassen sich seltenst noch seriös mit Grundlagen oder betrachten ihre Leistung selbstkritisch.
Sie können es nicht merken, wenn sie falsch stimmen. Soll man ihnen deswegen das musizieren verbieten?

Wir alle die hier schreiben setzen uns viel Intensiver mit dem Sax auseinander und haben alle eine ungefähre Ahnung, dass das Sax doch nicht so leicht ist, wie gerne angenommen.
Maira, dir wurde gezeigt worauf es ankommt und du nimmst es wichtig.
Dir bleibt eigentlich nur die irgendwann eine bessere Band zu suchen, denn bei mir war es so, dass mich die Proben in meinem Hobbyorchester echt in eine intonatorische Sinnkrise geworfen haben. Die ganze Probe hat es wie sau gestimmt, ich wußte selber nicht wohin ich ausgleichen sollte, am Ende wußte ich nicht mal mehr ob ich selber halbwegs stimme und dann habe ich selber nicht mehr gestimmt.

Aber mach bloß nicht den Fehler, das anzusprechen oder es verbessern zu wollen. Das will niemand hören.
Ich habe es leider gemacht und wollte etwas verändern, das wollte keiner Hören, es gab Streit mit dem Vorstand, was ich mir den anmaße (der Inhalt der Kritik wurde nie weiter besprochen) und es nahm ein unschönes Ende.

Aber um ehrlich zu sein, für eine UniBigband klingt das in der Tat desaströs. Normalerweise sind das Aushängeschilder der Uni und Auswahlorchester. Gerade unter den Studenten gibt es immer welche, die aus ihrer Schulzeit Erfahrung haben und es damals intensiver betrieben haben. Alleine was die Jugendjazzorchester ausspucken.
Die UniBigBands die ich bisher gehört habe sind alle recht hörenswert und bei uns ist auch schon ein recht hohes Niveau. Wir haben erst vor kurzem den dritten Platz bei einem Internationalen BigBandwettbewerb gemacht.
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