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THEMA: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'(

Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 09 Nov 2007 12:16 #47157

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Ja, Billy hast recht, da bin ich gerade aus dem Bett gefallen. Danke für die Korrektur.
Quinte und Quarte sind sehr "reine" Intervalle, und aufgrund ihres niedrieges Schwingungsverhältnis zueinander, sehr gut zu hören.
Ich baue konsequent auch das Altissimo mit ein. Und inkonsequent Obertöne.
Aber die Übung bringt echt was.
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 09 Nov 2007 17:42 #47166

  • Michi*
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Also ich hab jetzt nen guten Tipp von meiner Stimmbildungslehrerin bekommen: Ich hab immer falsch gestützt. Denn beim Stützen soll das Zwerchfell ja nicht mit Gewalt in einer Position festgehalten werden, sondern langsam gespannt nach oben steigen. Wobei sich der Brustkorb öffnen soll. Und wenn man den Brustkorp nach unten sacken lässt, drückt man den Ton zu und er klingt dünn.
Stellt man sich beim Ausatmen vor , man ist wie ein Trichter (Bauch nach innen und Brustkorb weit), dann kann man auch das Verbeißen am Mundstück verhindern.
Auch ne gute Übung is, wenn ma die Töne f3-g3 (abwärts) mit Oktavklappe gedrückt aber eine Oktave tiefer spielt. Da muss der Kehlkopf ganz tief fallen und man kann sich besser vorstellen, wo der dann auch bei den hohen Tönen hin muss.
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 09 Nov 2007 23:54 #47185

  • stromlos
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@ freelancer:

Doch,doch, oder sind 4 Alt, 2 Tenor und ein Bari (+3 Trompeten und 2-3 Posaunen) k e i n Bläsersatz??? Und ich bin da noch nicht so oft aufgefallen...jedenfalls nicht wegen stimmlicher Unstimmigkeiten..wegen falscher Töne schon ;-)...

Aber es stimmt, ich hab"s heute noch mal versucht. Sobald ich auf das Ding starre scheine ich anders zu stützen als normaler Weise..das hat was von Schrödingers Katze...

tunerlose Grüße :-s
Jazz ist, was ihr draus macht ;)
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 10 Nov 2007 17:10 #47203

  • JES
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.....Allerdings können auch Laien, wenn man ihnen das mal einmal richtig erklärt und zeigt, noch kleinere Verstimmungen hören als 10 ct. Man muß nur mal einen GERADEN Ton als Referenzton dazunehmen und auf die entstehenden Schwebungen hören....

Hallo Grisou,
also noch einmal zur Klärung:
wenn ich ALLEINE Töne mit dem Tuner übe, dann so lange bis ich im +/-10ct-Bereich liege. Wenn ich mit irgend jemandem/irgend etwas (also auch Referenzton) spiele korrigiere ICH die Schwebungen weg. Diese Schwebungen gegen eine Referenz, das gebe ich zu, hört auch ein musikalischer Anfänger (weiß er aber auch, ob er zu hoch oder tief ist?? Beobachte mal Einsteiger beim Gitarrestimmen)). So wollte ich auch verstanden werden uns ich freue mich, daß Du da noch einmal nachgehakt hast.
Aber so wie ich Freelancer verstanden habe hört er Abweichungen ohne irgend ein Hilfsmittel, sowohl im Einzelton als auch im Intervall. Das kann er dem Weihnachtsmann erzählen. Und ein Anfänger hört dies sowieso nicht, da sein Gehör auf Intervalle nicht eingeübt ist. Wenn er gut ist hört er Abweichungen in der Oktave.

Und wenn ich jetzt mal von mir auf andere schließe und mit der CD von O´Neil mitspiele habe ich als Anfänger eigentlich schon genug damit zu tun im entsprechenden Tempo mitzukommen. Wenn ich da noch an den Tönen rumkorrigieren muß kann ich es gleich lassen. Daher müssen diese m.E. vorher sitzen. Und so wie ich eben eine Grifftabelle lernen muß für die einzelnen Töne und Halbtöne, muß sich eben auch die Intonationskorrektur für jeden einzelnen Ton einprägen. Da darf ich beim Spielen mit anderen/zur CD nicht drüber nachdenken müssen.
Richtig schwierig wird es dann für so Leutchen wie mich, die auch noch verschiedene Instrumente spielen, also für jeden Werktag ein anderes Tenor, für den Samstag Alto und am Sonntag Bari. Ich kann das nicht ohne mich vorher auf das Instrument bewußt einzustellen. Vielleicht können das die Profis hier, ich als Newbe nicht, und ganz ehrlich, dafü spiele ich auch zu wenig.
JEs
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Reeds-Shop

Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 10 Nov 2007 17:25 #47205

  • Freelancer
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Ich habe nie gesagt, dass ich ein gut geschultes Gehör habe, sonst müßte ich die übung ja auch nicht machen.
Aber durch diese Quintübung, ist man sehr wohl etwas zu hören. Und es ist sowie der schlechtere Weg sich den Ansatz zu merken, oder wieviel man wo nachgeben oder drücken muß.
Nur das Gehör zählt. Gerade bei Terzen (deshalb ist die 2. Stimme manchmal schwerer als die erste) muß man sehr gut hören können, weil der Unterschied zur reinen und der temperierten Stimmung doch (gerade in so einem Bläsersatz) hörbar ist.
Auch überprüfe ich mit dieser Übung die Intonation eines Hornes oder MPCs.
Passt auf mit dem Tuner, mit dem geht"s natürlich leichter, aber er verführt.

Und egal ob Anfänger oder Profi, jeder der hier schreibt und sich mit Intonation beschäftigt, ist in der Lage, ein wenig zu hören.
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 10 Nov 2007 18:21 #47206

  • kryz
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Servus,
ich spiele seit ca. einem Jahr ein sehr altes Bass-Sax, das bis vor einer Woche in schlechtem Zustand war und schlecht intonierte und es auch immernoch tut.

Habe mich daher intensiv mit Intonationsübungen befasst und einige Tipps von Lehrern bekommen.
Wie JES das macht ist wohl ziemlich gut, so mach ich das seit zwei Jahren und mache gute Fortschritte. Wenn kein Ton mehr als 10cent weg ist, dann passt das wohl.
Sinnvoll wäre wohl seinen Referenzton auf +-0 zu intonieren und dannm dann die Augen zu schließen und denn "eigentlichen" Ton zu suchen.

Beispiel: D"" ist oft zu hoch, vor allem bei den großen Instrumenten, Bari und Bass. Das ist Bauartbedingt.

Also gehe ich her, "suche" mein D" was wirklich stimmt, dann schließe ich die Augen und versuche das D"" so zu intonieren, bis ich meine, dass es passt, dann schaue ich auf den Tuner und sehe ob mich meine Ohren täuschen.

Weiterer Tipp, den ich bekomme habe:

Dur-Tonleitern und Dreiklänge langsam spielen. Die hat jeder im Ohr und weiß, wie sie klingen sollten.

Außerdem:

Wenn man eine Stimmung/Instrument viele spielt, fühlt man sich wohler und weiß, wie sich das anhören sollte.
@JES:
Also ich persönlich stehe ja mit Tunern extrem auf Kriegsfuß!
Wenn ich den mitlaufen lasse, dann stimmt zwar gestimmte Ton aber in der Oktave ist"s schon vorbei...Und im Spiel...hör auf..frag nicht nach Sonnenschein.
Da ich aber in verschiedenen Gruppen spiele (auch mit z.Tl. sehr wechselnden Besetzungen) weiß ich, dass meine Intonation stimmt, denn es hört sich mit den anderen zusammen gut an...
Wozu soll ich mich dann also mit nem Tuner ärgern...

Dachte ich auch lange. Mach mal ne Aufnahme deiner Gruppe und dann schaumer weiter :)

Möglichkeit 1:
Alles passt => Ihr/Du seid Naturtalente.

Möglichkeit 2:

Es gibt nen Haufen Intonationsprobleme=> Ihr seid ne mäßige Amateurband, wo die meisten die Stimmung nicht drauf haben. (Nicht dass das falsch wäre! Blos sollte man das imho einsehen!)

Möglichkeit 3:
Alles passt => Du spielst leise und man hört deine Probleme nicht

Imho sollte jeder Saxophonist einen Tuner haben, hilft imho ungemein.

Viele Grüße

Chris
B901 - Charles Bay 8 - Rico Royal 3,5
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 10 Nov 2007 19:12 #47210

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So krass wollte ich das nicht formulieren, aber Kryz hat irgendwo recht.
In meiner alten SchulBigband haben wir auch nie über Intonation gesprochen, und wenn ich zurückdenke, glaube ich nicht, dass es daran lag, dass wir alle so gut waren. In dem HobbyStudentenBigBand/Blasorchesterverein, in dem ich ab und zu mal so mitspiele, war das auch lange kein großes Thema, aber nun wo wir ein bisschen besser werden wollen, wird darüber zunehmend gesprochen.
Meine Erfahrung ist auch, dass je professioneller umso mehr wird sich damit beschäftigt, selbst Profis stimmen einzelne Akkorde aus.
Und das letzte was ich mache ist, mich irgendwo hinzusetzen, und auch wenn ich der erfahrenste Spieler dort bin, davon auszugehen, dass ich stimme. Da brauch ich nur einen schlechten Tag, oder mal ein schlechtes Holzblatt(tja, das Problem habe ich nicht mehr) und dann stimmt ich nicht mehr. Außerdem wenn alle anderen im Satz konsequent das a"" zu hoch spielen, kannst du nicht darunter liegen und sagen, ich stimme aber.
Und wie oben gesagt, es gibt Intervalle und Akkorde, die schauderhaft im Satz klingen, weil sie nicht stimmen, aber wenn du ans Klavier gehst und jeden einzeln überprüfst, doch alle Stimmen.
Wenn du gut bist, kannst du dir das Einstimmen sogar eigentlich schenken, weil ein Profi (zumindest Theoretisch) in der Lage sein muß, alles auszugleichen, und ggf. selber das MPC nachzujustieren.

Mir haben in letzte Zeit sehr das spielen in der UniBigBand (schlanke besetzung mit Lauter Leuten die fähiger sind als ich) und in meinem Saxophonquartett geholfen. Durch die einfache besetzung, kommt es auf jeden an, und man hört sofort eine Unstimmigkeit.
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 11 Nov 2007 14:23 #47216

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So krass wollte ich das nicht formulieren, aber Kryz hat irgendwo recht.

Was hilft es um den heißen Brei rumzureden?

Irgend ein ziemlich kluger Mensch hat mal sinngemäß gesagt "Je mehr man weiß, umso besser weiß man, dass man nichts weiß". Ich glaub Musik allgemein ist da nen gutes Beispiel!

Unser Ensembleleiter ist vor kurzem 70 geworden, spielt also seit über 50 Jahren professionell Sax und Klarinette.
Neulich meinte er mal, selbst sein Ton und seine Intonation (Er hat absolutes Gehör!) seien nicht perfekt, da arbeitet man sein Leben lang dran.

Ich werde also den Teufel tun und Tipps und Tricks die ich von erfahrenen Musikern bekomme als sinnlos abtun. Wenn andere das tun, ihre Sache, ich bin nicht so gut/talentiert, als dass ich mir das erlauben könnte.

Viele Grüße

Chris
B901 - Charles Bay 8 - Rico Royal 3,5
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 12 Nov 2007 09:24 #47233

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Unser Ensembleleiter ist vor kurzem 70 geworden, spielt also seit über 50 Jahren professionell Sax und Klarinette.
Neulich meinte er mal, selbst sein Ton und seine Intonation (Er hat absolutes Gehör!) seien nicht perfekt, da arbeitet man sein Leben lang dran.
Jazz ist, was ihr draus macht ;)
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Re: Immer das selbe mit den hohen Tönen :'( 12 Nov 2007 09:30 #47234

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Ähm, zu früh auf die Schreiben Taste gedrückt...

Wollte sagen, dass ich das hundertprozentig unterschreiben und annehmen kann!

Und wenn es letztlich allen, sogar Profis so geht, dann finde ich meine eigenen Tunersorgen weniger dramatisch, eher unvermeidlich sogar.

Und ja, es stimmt wahrscheinlich das wir alle gemeinsam rumgurken...aber solange die Zuhörer nicht mit Zahnschmerzen nach Hause gehen finde ich das es ein gutes Zeichen ist. Schließlich haben wir uns dann ganz unproffessionell immerhin alle auf die gemeinsame Grütze geeinigt, was ich für gutes Zusammenspiel und aufeinander hören halte :-ß


stromlosstimmlosundtrotzdemfröhliche Grüße :-s
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