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THEMA: Jazzclubsterben in Hamburg

Jazzclubsterben in Hamburg 07 Apr 2013 16:19 #112303

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Hallo Saxweltler,
mit Bestürzung habe ich aus den hiesigen Medien entnommen, daß das Birdland im Sommer schliesst. ( für alle auswärtigen, das Birdland ist ein reiner Jazzclub, in dem viele vor allem auch junge NAchwuchskünstler eine Auftrittsmöglichkeit haben/hatten....) Nachdem vor 1 Jahr das Stellwerk in Hamburg als Jazzstandort nahezu ausgefallen ist, bleibt in der zweitgrössten Stadt nur noch der Cottonclub übrig.....
Eine ganz schlimme Entwicklung... :(
Wie ist es im Rest der Republik , gibt es andere erfolgreiche Konzepte, um die Jazzmusik wieder weiter nach vorn zu bringen....Alle wollen doch handgemachte/geblasene Musik....und keine Plastik People mit Musi aus der Dose...

FoPh
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Jazzclubsterben in Hamburg 07 Apr 2013 17:03 #112304

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Erfolgreiche Rezepte zum dauerhaften Überleben einer Kneipe hat es bis jetzt fast noch nicht gegeben, vor allem nicht für Jazzkneipen.
Die Besucher waren früher ein ganz besonderes Klientel. Sie wollten sich von den, Ihrer Meinung nach "dummen" Fans der Popularmusik, abgrenzen, sich "unter sich" treffen und von anderen nicht gestört werden.
Das hiess noch lange nicht, dass sie Ahnung von Jazz gehabt hätten.
Natürlich gab und gibt es die goldenen Ausnahmen auf die sich der Musiker besonders freut.
Wenn ich mal zu einer Jazz-Veranstaltung gehe, ich sollte ja "Event" schreiben, stelle ich fest, dass Songs aus den 70er und 80er Jahren gespielt werden, die rein nichts mit Jazz zu tun haben. Soul- und irgendwelche Rock-Nummern. Ob das daran liegt um Publikum anzulocken oder -dass die Musiker nicht genau wissen was Jazz ist, keine Ahnung.
Ich spreche natürlich vom Grossraum Rhein/Main, in Hamburg kenne ich mich nicht aus, vermute aber, dass es dort genau so ist.
Bemerken möchte ich noch, dass ich nicht von Dixieland spreche, das ist für mich kein Jazz, sondern eine importierte Volksfest-Musik aus New Orleans.
Plastik Musik mit Musi aus derr Dose wird nicht mehr abzuschaffen sein, da damit Geld verdient werden kann, ohne Musiker bezahlen zu müssen.
Wenn das Publikum der Meinung wäre, Dosenmusik taugt nichts, da gehe ich nicht hin, gäbe es ganz schnell wieder Gigs - leider nur ein Traum.
Mit besten Grüssen

Otto

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Letzte Änderung: 07 Apr 2013 17:08 von saxophonotto.
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Jazzclubsterben in Hamburg 07 Apr 2013 21:57 #112309

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Leider muss ich Otto zustimmen. Clubs und Kneipen haben eine geringe Lebensdauer (jedenfalls in Berlin).

Einige werden überleben. Aber der Jazz wird mE immer mehr nur noch ein Nischendasein fristen. Dazu ist die Kommerzmucke einfach zu dominant.

Und die Musiker werden dann auf der Strecke bleiben. Wer heute Musiker - und auch noch im Jazz - sein will, braucht schon mehr als Idealismus. Zumindest, wenn er davon leben will (muss).

(Ich muss es zum Glück nicht).
LG HaJo

"Ist das Kunst, oder kann das weg?"
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Jazzclubsterben in Hamburg 08 Apr 2013 09:34 #112312

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Ich finde die Ankündigung, dass das "Birdland" in Hamburg schliesst, auch sehr traurig; das Birdland war schon eine Institution in Hamburg wie seinerzeit das "Onkel Pö".

Ich habe von meinem Saxlehrer folgenden Tipp für Hamburg erhalten: www.fatjazz.de/events.php

Beste Grüße,

BCJ
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Jazzclubsterben in Hamburg 08 Apr 2013 13:32 #112313

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Sicher ist das Kneipensterben (insbesndere das Jazz-Kneipensterben)im höchsten Maße bedauerlich, aber wohl eine unaufhaltbare Entwicklung .

(Düsseldorf z. B.: Dr. Jazz)

Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer wieder Spielstätten, in denen guter Jazz auch mit Nachwuchsmusikern geboten wird:

Düsseldor: Jazzschmiede
Krefeld: Jazzkeller
Mönchengladbach: TIG oder BIS
Köln: Stadtgarten

Und wenn man sich rechts die "Veranstaltungsspalte" anschaut, gibt es doch immer irgendwo auch etablierte "locations". Zumal dort sicher nur ein Bruchteil der lohnenswerten Angebote aufgelistet wird.
Ein interessiertes Publikum ist sicher da.

Vielleicht können wir ja das unere dazu beitragen, indem wir hier und/oder auf anderen Musikerboards und/oder in diversen "sozialen Medien" gute Veranstaltungsorte publizieren und entsprechende Veranstaltungen "posten".


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Jazzclubsterben in Hamburg 08 Apr 2013 13:46 #112315

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Ein Hallo in die Runde,
es gibt in der Diskussion ein paar Missverständnisse.
Das Birdland schliesst, da das Betreiberehepaar mit Anfang 70 zurücktritt...
beide haben den Club über Jahrzehnte geführt. Interessant dabei ist nun, dass sie aber dem Anschein nach auch nicht so richtig wollen, dass der Betrieb "Birdland" weitergeführt werden soll, so verstehe ich zumindest diesen Artikel zum Thema, letzter Absatz "...sie wollen auch um Gottes willen keinen Pächter in ihrem Keller. Entsprechende Angebote, sagen sie, seien völlig zwecklos.":
www.abendblatt.de/kultur-live/article114925672/Letzter-Fruehling-fuer-das-Birdland-in-Eimsbuettel.html

Noch ein weiterer Artikel zum Thema:
www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article114952691/Jazz-braucht-ein-positives-Konzept.html

Bevor wieder der Untergang des Jazz beschworen wird...ich denke, diese Artikel geben zumindest zum Thema Jazzclubsterben in Hamburg eine andere Gewichtung...

LG David

www.davidmilzow.de
Letzte Änderung: 08 Apr 2013 13:49 von DMSax.
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Jazzclubsterben in Hamburg 08 Apr 2013 13:54 #112316

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Nachtrag:

Nicht Hamburg, aber Frankfurt

www.jazzkeller.com/programm/calendar.htm

gerade in FB gesehen

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Jazzclubsterben in Hamburg 08 Apr 2013 15:00 #112318

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Hallo DMSax,
ja es ist richtig, dass die Betreiber der Birdlands keinen neue Betreiber in ihren Räumen haben wollen. Für mich und meine Freunde sind die Folgen entscheidend. Eine Institution wird geschlossen, weil engagierte Menschen in den "Ruhestand" gehen, und es findet sich keine neue Einrichtung, die als fester Anker in der Jazzszene dient.
Es ist einfach schade, dass diese "Anker" verschwinden. Als Familienmensch, der leider nicht die Möglichkeit hat sich einfach durch die Muiskkneipenszene in Hamburg treiben zu lassen, um neue "Locations" zu finden, ist es einfach ein Verlust, und ich bleibe lieber zu Hause...
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