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THEMA: Perlmutt- Plättchen lösen?

Perlmutt- Plättchen lösen? 30 Mai 2012 20:48 #108957

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Ein Hallo an die Schraubergemeinschaft!

Ich hab vor kurzem ein Dolnet M70 Alto erstanden. Das Dolnet ist klanglich erstklassig, von der Verarbeitung sagen wir mal "peinlich". Leider eher die Regel bei den späteren Modellen.
Sehr unschön und auch unangenehm ist, dass die Perlmutt- Einlagen viel zu tief eingesetzt sind und nun der Rand der Aufnahme ziemlich scharfkantig hervorsteht.
Habt Ihr schon mal die Inlays herausgelöst und habt Ihr Tipps für mich?

LG Volker
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Perlmutt- Plättchen lösen? 30 Mai 2012 21:02 #108958

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Hallo Schrauberkollege,

Ja...hab ich schon gemacht.

Weiss jetzt nicht, wie's die Profis machen, aber ich mache es so:

In jedem Falle die Klappe / den Drücker ausbauen.

Du musst von unten dran.

In der Regel ist in der Fassung /Aufnahme des Plättchens ein mittiges Löchlein.

Ich erwärme vorsichtig die Unterseite der Messingfassung mit einer sehr klein eingestellten Gasbrennerflamme (Minibrenner) und drücke dabei gleichzeitig leicht mit einem stumpfen Bohrerschaftende ( Kleinbohrer, der gerade noch duch das Löchlein passt) gegen das Perlmuttplättchen, bis es sich durch die Erhitzung des Klebers löst und dann ganz heraus gedrückt werden kann.

Viel Erfolg

Wulf
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Letzte Änderung: 30 Mai 2012 21:05 von Wulf.
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Perlmutt- Plättchen lösen? 30 Mai 2012 21:21 #108959

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Du Glücklicher!

Leider haben die Dollies keine Löcher wie z.B mein Conn :angry: die Einlagen sind auch so eng eingesetzt, dass ich mit nichts Hebeln könnte.
Hab gerade überlegt ob es mit Staubsauger und Silikonschlauch gehen könnte?
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Perlmutt- Plättchen lösen? 30 Mai 2012 22:02 #108960

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Hallo Wulf!

Noch eine Frage: Was meinst Du, waren Deine Plättchen mit dem selben Kleber wie die Pads eingeklebt?

LG Volker
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Reeds-Shop

Perlmutt- Plättchen lösen? 30 Mai 2012 22:56 #108962

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Hallo Volker,

komisch,

alle Marken, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, hatten diese Bohrung.

Oder ich hab vll. speziell bei Einigen nicht darauf geachtet.

Ich passe jedenfalls beim Erhitzen zum Polsterkleben immer höllisch darauf auf, dass die Perlmuttplättchen keine Hitze abbekommen. Aber das ist ein anderes Thema

Der verwendete Kleber der Plättchen dürfte was anderes sein, als der übliche Polsterkleber (Schellack, Siegellack etc.) und hat wohl auch einen höheren Schmelzpunkt.

Das ist so eine dunkelbraune Pampe, ich habe noch so eine kleine Tube rumliegen, da steht Kork-Zement drauf, dass ist auch so dunkelbraunes Zeugs, braucht relativ lange bis es antrocknet, aber das verwende ich nicht mehr.

Also genau kann ich es auch nicht beantworten, ich nehme in so einem Fall immer einen angemischten Zwei-Komponenten Kleber (z.B. Endfest Plus von Uhu) aus den kleinen Tübchen.

Der läßt sich lange korrigieren, Klebeüberstände lassen sich problemlos mit einem nassen Wattestäbchen und dann einem trockenen Lappen kompett sauber wegwischen.

Keinerlei Oberflächen werden damit vesaut, wie z.B. bei Sekundenkleber.

Braucht zwar lange bis er endgültig belastbar ist, hebt aber dann bombenfest und kann dann mit Wärme aber auch wieder lösbar gemacht werden.

Ob deine Unterdruck-Absaug Idee funktionieren könnte weiss ich nicht, musst Du probieren, stelle mir jedenfalls vor, dass es eine ziemliche Fummelei sein wird, einen dichten Adapter-Übergang vom Staubsaugerschlauch auf ein Silikon-Schläuchlein zu basteln.

Ich würde jetzt hergehen und die fehlenden Durchdrück-Löchlein eben selbst einbohren.

Das muss natürlich auf einer Säulenbohr-Einrichtung mit Tiefenanschlag und sehr vorsichtig, stufenweise und mit viel Fingerspitzengefühl erfolgen, sonst schrottest Du natürlich beim zu tief einbohren sofort das empfindliche Plättchen.

Also nichts riskieren ohne gutes Werzeug, blos nicht mit der Bohrmaschine frei Hand da dran gehen.

Pattex kann man in der Regel von glatten Flächen auch wieder recht gut entfernen.

Wegrubbeln und Wattestäbchen mit Feuerzeug / Reingungsbenzin geht meistens rückstandfrei weg.

Also auf das Plättchen etwas Pattex, einen Pappestreifen zum ziehen draufkleben, nach der Aktion dann wieder reinigen.

Wäre im Moment noch eine alternative Idee, aber ob Pattex hält, wenn das Plättchen doch vom erhitzen Messing etwas Wärme abbekommt, kann ich auch nicht sagen.

Vielleicht liest ja Toko bald mit und hat einen entscheidenden Tipp.

Würde mich auch interessieren, dass mit dem Kleber etc.

Schöne Grüsse

Wulf
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Letzte Änderung: 30 Mai 2012 23:09 von Wulf.
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Perlmutt- Plättchen lösen? 18 Feb 2013 23:35 #111950

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Hallo an die Profischrauber hier,

besitze auch ein Sax, an dem Fingerauflagen beschädigt sind. Über einen Austausch habe ich nachgedacht, wenn dann aber alle Inlays, denn verschiedene Einlagen finde ich nicht so toll. Allerdings sitzen die unbeschädigten sehr fest. Öffnung (kleines Loch auf Rückseite) habe ich schon bei einigen Saxophonen gesehen. Meine Saxophone haben aber alle keinerlei Öffnung. Wenn ich die Angaben hier lese – in jedem Fall Klappenausbau und heissmachen etc. wird es fast eine Gü, denn dann müssen Polster auch raus. Mit den kaputten Fingerauflagen lässt sich das Sax nicht so angenehm spielen, eine Zerlegung mit Ausbau und Polsterentfernung traue ich mir nicht zu.
Mechanisch ohne Ausbau und Hitze alten Perlmutt entfernen geht also absolut nicht, oder gibt es auch noch andere Wege?
LG
Cuba
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Perlmutt- Plättchen lösen? 19 Feb 2013 08:31 #111951

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Moin,

Sorry, das mit der Gü und Polsterentfernung verstehe ich jetzt überhaupt nicht...wenn es nur um die Perlmutt-Inlays geht.

Wenn Du die Alten nicht mehr brauchst und sowieso komplett neu bestücken willst, geht doch auch die Brutalo-Methode.

Die Festsitzenden mechanisch zerstören, (z.B. Dremel mit kleinem Fräseinsatz...oder mit Kleinbohrmaschine und Bohrer vorsichtig ein paar Löchlein in den Perlmutt bohren und dann mit kleinem Schraubenzieher raushebeln) Fassung sauber reinigen und die Neuen rein.

Da braucht man doch kein Sax zu zerlegen ???

Grüsse aus der Bastlerecke

Wulf
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Perlmutt- Plättchen lösen? 19 Feb 2013 11:38 #111954

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Hallo Wulf,

danke für Deine schnelle Antwort. Ich bin halt etwas unbedarft, und schraube eigentlich nicht gerne selber an meinem Sax herum. :sick: Ich hatte es so verstanden, dass man die Teile nur mit der Wärme herausbekommt, egal ob diese kaputt gehen dürfen oder nicht. Deshalb frage ich auch lieber nach, bevor ich mehr kaputtmache und das Sax dann noch schlechter da steht, weil ich nicht weiterkomme.
Da ich keinen finde, der so etwas macht, überlege ich schon einige Zeit es selber zu versuchen.
LG
Cuba
Letzte Änderung: 19 Feb 2013 11:39 von Cuba.
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