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THEMA: Projektion

Re: Projektion 09 Mär 2008 12:01 #53246

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OK, an dieser Stelle kann ich wieder einsteigen.. ;-) Im Lautsprecherbau werden Hörner ebenfalls dazu genutzt, den Klang zu richten. Das Problem dabei ist, dass man, um einen verzerrungs- und färbungsfrei weit nach unten reichenden Frequenzgang zu bekommen, den Hornmund idealerweise unendlich breit machen müsste. Das gilt sowohl für das Exponential- als auch für das Kugelwellenhorn. Lässt man jetzt außen etwas weg, oder verändert die Kurve, muss man zwangsläufig Klangeinbußen hinnehmen. Ihr kennt sicher alle den näselnden Klang des Megafons...
Eine räumlich zweidimensional ausgedehnte Ansammlung dichtstehender hochstämmiger Holzgewächse reflektiert auftreffende Schallwellen in gleichem Maße, wie sie sie empfangen hat.
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Re: Projektion 09 Mär 2008 12:12 #53247

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@Synthy
ich vermute, du hast idealerweise mit theoretischerweise verwechselt.

LG ZN
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Re: Projektion 09 Mär 2008 12:35 #53250

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Moin!

Nachtrag

Projektion ist so, der falsche Begriff, er kommt aus der Licht und Linsentechnik!
Bezüglich Abbildung mag er noch richtig sein, aber er sagt nichts aus über die Relation der Lautstärke!

Hier haben wir es mit Schall zu tun(also Akustik), und der wird bei Hörner mit Länge, in (Empfindlichkeit) dB /meter gemessen.

Hörner erreichen in der Akustik mit verschiedenen Treibern (Magnet+Schwingspule) und Zufuhr an Leistung (Watt) eine bestimmte Lautstärke:
z.B. 105 dB / bei1 Watt in 1 Meter Abstand = Empfindlichkeit!

Das Saxophon ist das Horn, und das Mundstück der Treiber(Schwingspule), der Mensch die Leistung (Watt)!

Hörner erhöhen den Schalldruck, also das Schallereignis, also transformieren sie es!

Wenig rein viel raus = Ein Horn hat eine gute Transformation!

Dennoch sagt Lautstärke nichts über die Qualität des Klanges aus, und so gibt es laute Hörner die zu unschönen
Verzerrungen neigen!

In der Akustik hat man den Treibern Phasenkorrektur Elemente gegeben, die dann bei hohem Schalldruck
diese Verzerrungen glätten!

Denn wenn bei einem tütüt ein türrrrrt türrrrrt aus dem Sax rauskommt obwohl es nicht gewollt ist, dann muddu
was mit dem Treiber (MPC) machen!

Hier sprach Loomis (Chefkonstrukteur /akustiker bei Conn) von ´ ….. the projection of the Volume should be identical to what you play…. = die Projektion ,
oder Abbildung der Lautstärke sollte identisch sein mit dem was du spielst!

Die Kurvenführung (Leitung des Schall) ist beim Saxophon von enormer Wichtigkeit, wie man bei Verbesserung
durch gewisse Bögen merken kann! ;-)

LG Hans


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Re: Projektion 09 Mär 2008 13:50 #53253

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@Synthy
ich vermute, du hast idealerweise mit theoretischerweise verwechselt.

LG ZN
Na ja, in diesem Fall geht beides.
Eine räumlich zweidimensional ausgedehnte Ansammlung dichtstehender hochstämmiger Holzgewächse reflektiert auftreffende Schallwellen in gleichem Maße, wie sie sie empfangen hat.
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Re: Projektion 09 Mär 2008 14:10 #53258

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@Synthy,

Nee, theortischerweise hießt nach den Gesetzen der Physik die das Problem annähernd beschreiben. Idealerweise hießt unter allen, in der Regel auch von den theoretisch nicht erfassten, Randbedingungen das BESTE Ergebnis zu liefern. Im Übrigen muss der Umfang der Mundöffnung der tiefsten zu übertragenden Wellenlänge entsprechen, wenn du in einen 4-Pi-Raum abstrahlen möchtest. Das ist weit entfernt von unendlich.

LG ZN
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Re: Projektion 09 Mär 2008 15:04 #53260

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Schön aus Wikipedia abgeschrieben! ;-) Das mit der Entsprechung von längster Wellenlänge und dem Durchmesser ist doch auch schon wieder ein Kompromiss...
Aber einerseits hast du recht, der Idealzustand wird in der Praxis nie erreicht, überall sind Kompromisse nötig.
Eine räumlich zweidimensional ausgedehnte Ansammlung dichtstehender hochstämmiger Holzgewächse reflektiert auftreffende Schallwellen in gleichem Maße, wie sie sie empfangen hat.
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Re: Projektion 09 Mär 2008 18:26 #53266

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@Synthy
Oh, du musst nicht immer Wikipedia unterstellen! Ich finde diese Quelle zum Beispiel viel besser. Es ist nicht der Durchmesser, sondern der Umfang!

Gruß ZN
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Re: Projektion 10 Mär 2008 08:45 #53282

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Moin Hans,
wenn ich dich richtig verstanden habe dann wäre Projektion so was wie der akustische Wirkungsgrad.
Nur wie fließt da die Richtcharakteristik mit ein? Brauche ich nicht andere Eigenschaften, ob ich den Klang zentriert in eine Richtung, also auf einen Punkt hin, abstrahle oder ob ich lieber In einem Kugelsegment (sagen wir, Halbkugel vor dem Spieler) eine bestimmte Grundlautstärke erreichen möchte? Oder wäre die Richtcharakteristik wieder eine andere Eigenschaft, die NICHt unter den Begriff Projektion fällt?
JEs
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Re: Projektion 10 Mär 2008 10:35 #53289

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Moin!

@Jes

Na sagen wir mal Abstrahlverhalten, denn Richtercharakteristik bezieht sich auf empfangene Schallwellen/ Mikrofon!

Ungefähr so:

Man stellt sich ein rearloaded Horn vor, wo der Bass, die hohen Frequenzen direkt vom Lautsprecher(Tonloch) abstrahlt,
aber die tiefen Frequenzen vom rückseitig angeschlossenen Horn (Becher) eingeleitet werden!

Beim Saxophon ist das ähnlich, die hohen Frequenzen treten aus den Tonlöchern (`Lautsprecher`) aus, und die tiefen aus dem Becher(`angeschlossenes Horn`).

Natürlich hängt die Horn Größe damit zusammen, so dass auch viele höhere Frequenzen immer noch durch den Becher abgestrahlt werden, denn z.B. beim Tenor, liegt der Hauptfrequenzbereich (ohne Oberwellen) bei 103 bis 622 Hz (F#=659 Hz) , was das gebogene Saxophon bis zum Becher leicht überträgt!

Das Abstrahlverhalten von einem Saxophon ist sehr komplex, ca. 75 % des Schalls treten aus dem Becher aus, in ca.60°x60° also sehr gerichtet!

ca. 25% treten aus den Tonlöchern aus, jeweils die höheren beim Tenor ab. ca. oberen C = 466 Hz, ebenfalls alle Oberwellen die darüber liegen!

Hohe Frequenzen (Sopranino+ Oberwellen) kann man nicht beliebig um die Ecke leiten, weshalb je nach Saxophon die Biegungen abnehmen!

Je nach Baulänge und Mensur entsteht der Ton weit außerhalb vom Becher, oder näher zu Becher hin.
Nun gibt es im Knie eine Problematik, wodurch der Druck von tiefen und hohen Frequenzen abnehmen oder steigen kann.

Wird die gleichförmige Erweiterung vom MPC bis zum Becher konstant gehalten, so erzielt man auch die besten Ergebnisse, bzgl. einer hoch transformierenden gleichmäßigen Abstrahlung!

Wird an irgendeiner Stelle ein zu enger Gegendruck erzeugt (z.B. Knie) erhöhen sich die Oberwellen schlagartig und oft auch chaotisch, (Hornklirr) welche dann, nur durch ganze Böckchen-Platten z.Teil behoben werden kann (Verstärkung) aber zu stark auf großer Länge, dann abschwächend wirkt!

Zu guter letzt, entscheidet dann, einzig und allein, der gut eingestellte Klappenaufgang über die Abstrahleigenschaften eines Saxophons, und bzgl. der hohen und der Oberwellen auch die Membranen der Polster!


LG Hans
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Re: Projektion 10 Mär 2008 11:06 #53291

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Hallo Hans,

das müsste ja heissen, das man ein zu helles Horn durch niedrigere Klappenaufgänge dunkler machen kann und umgekehrt?
Natürlich innerhalb der korrekten Intonation.

Gruß aus Berlin!
Werner

Hohe Frequenzen (Sopranino+ Oberwellen) kann man nicht beliebig um die Ecke leiten, weshalb je nach Saxophon die Biegungen abnehmen!

Zu guter letzt, entscheidet dann, einzig und allein, der gut eingestellte Klappenaufgang über die Abstrahleigenschaften eines Saxophons, und bzgl. der hohen und der Oberwellen auch die Membranen der Polster!


LG Hans
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