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THEMA: Aquila C

Aquila C 19 Sep 2011 22:52 #103938

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slowjoe schrieb:
fonky schrieb:
..... Das mit dem C- Melody von Aquila hat mein Interesse geweckt, hatte mal eins Probe gespielt das war nicht so toll.


Ich habe mir eins vor über nem Jahr in ebay gekauft. Gebraucht. War auch nicht so toll.

Der Vorbesitzer kam wohl nicht damit zurecht.

Das Teil ist schwarz vernickelt mit goldener Mechanik und golden durch das Schwarz herausleuchtender Gravur. Nix für die Bühne aber ein Mords - Angeberfinish. Habs trotzdem gekauft, die Dinger werden gebraucht ja selten angeboten.

Beim Auspacken dann erst mal der Wow Faktor. Glänzend und blitzend, praktisch Neuzustand.

Beim in die Hand nehmen dann Ernüchterung. Die Mechanik lief reichlich knochig und hart, laute Anschlaggeräusche beim Loslassen der D, E und F - Klappen.

Erstes Anspielen: Ansprache eher schlecht, trötiger Klang. Also erst mal grosse Inspektion.

Die Oktavklappe auf beiden S - bögen ließ sich ohne Probleme 2mm nach rechts und links bewegen. Ein Armutszeugnis. Soviel Spiel dürfte die Klappe eines Selmer Saxes nach 100 Jahren Profi - Einsatz haben. Aber hilft ja nix, so ist die Klappe nie richtig dicht, also ran mit Einziehzange und Einziehfutter an das praktisch nagelneue Sax.

Dafür machte das Einsetzen der S - Bögen keinerlei Probleme. Die Hülse war so viel zu gross, **** Ironiemodus ein **** so dass man den S - Bogen aus 3m Entfernung auf das Sax werfen konnte. Jeder Wurf ein Treffer. *** Ironiemodus aus ***
Also her mit der "Kaffeemühle", S - Bogen aufweiten.


Dann die oberen Seitenklappen: Waaahhhhh, genau das Gleiche wie bei der Lagerung der S - Bogenklappe. Die verwendeten Röhrchen sind einfach zu groß im Durchmesser, alles wackelt. Auch hier müssen Einziehzange und Einziehfutter ran. So, Spiel beseitigt. Dass danach die Polster neu justiert werden müssen war vorauszusehen.

Untere Seitenklappen: das Gleiche Spiel. grmbl grmbl.....

Dann Kontrolle der restlichen Klappen. Auch lauter Geweackel und Axialspiel. Und einige mit dem Ausleuchtgerät merkwürdig anzusehende Undichtigkeiten....
Nein!!!" Das darf doch nicht wahr sein!!
Der schwarzvernickelte Korpus ist mit Klarlack überlackiert. Soweit so gut. Aber dass man die Lackreste auf den Tonlochrändern nicht entfernt hat..... So ist das Teil doch nie dicht zu kriegen! Machen die denn keine Endkontrolle? Na, egal, die Mechanik muss zur Spielbeseitigung sowieso komplett runter, da kann ich dann auch die Tonlochränder mit dem Schaber von Lackresten befreien.

Stunden später: Die Mechanik läuft spielfrei, die Klappen sind neu justiert und ein total schief und krumm eingebautes Polster ist ausgetauscht.

Erneuter Anspieltest: ahaaaaaa, das ist schon deutlich besser. Hört sich etwas voller an und spricht über den gesamten Bereich sauber an. An der Intonation könnte man noch was machen, da sehen auch einige Klappenaufgänge etwas seltsam aus, aber insgesamt ist die Intonation beherrschbar. Habe jetzt auch keine Lust mehr.

Fazit: Ist schon traurig, wenn man so ein praktisch neues Sax gleich überholen muss um es in einen vernünftig spielbaren Zustand zu bekommen. Kein Wunder dass der Vorbesitzer es praktisch im Neuzustand wieder abgegeben hat. Wer an dem Teil nichts machen konnte, konnte damit nicht glücklich werden.

Ich weiss nicht ob die alle so schlecht sind oder ob ich eine extreme Gurke erwischt habe.

Naja, jetzt habe ich jedenfalls ein funkionierendes C Tenor mit einer modernen Mechanik. Natürlich gibts immer noch Raum für Verbesserungen an dem Ding, wie oben schon gesagt die Klappenaufgänge oder die Korke, die von minderwertiger Qualität sind und die Mechanik ziemlich laut machen.



Hallo slowjoe,

Das habe ich schon oft gehört. Werde mir mal wenn ich eines ganz besonders günstig bekommen kann eins zulegen, und dann sehen, was für Verbesserungen man vornehmen muß (man ist ja schließlich nicht umsonst Saxdoc). Bin gespannt wie das Teil sich dann verhält!!! Bei bluemike klang es ja super!

Gruß

Udo



SlowJoe
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Aquila C 20 Sep 2011 11:00 #103945

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Hi,

ist ja total off-topic (dafür schon mal die Bitte um Entschuldigung):

Gary Wiggins am Tenor - ja, da erinnere ich mich auch noch gut dran :)
next time you see me...
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Aquila C 22 Sep 2011 18:32 #104005

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Zu fonky und slowjoe:
Solche schlimmen Berichte hat man schon einige gehört. Offenbar hatte Aquilasax einige Zeit Probleme mit der Endkontrolle und der Verpackung, so dass auch einige Instrumente ramponiert ankamen. Offensichtlich hat sich das gebessert. Der Sound von Bluemike hat mich so angetörnt, dass ich es im Frühjahr gewagt habe, mir trotzdem ein Aquila-C-Sax zu bestellen. Als es ankam, war ich positiv überrascht. Es sah nicht nur klasse aus, sondern spielte sich auf Anhieb prima und der Ton ist so voll und kernig, dass ich mein C-Melody von Conn kaum noch in die Hand nehme.
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Aquila C 23 Sep 2011 09:31 #104015

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Hallo, mir ging es genauso. Bluemikes Spiel hat mich auch animiert, noch einmal diesen Kauf zu wagen. Hab mein Aquila (schwarz-gold-Phönix) noch immer. Doch es ist wohl nicht mit einem hochwertigen Sax zu vergleichen. Die Konstruktion einer Feder ist für mein Verständnis völlig ungeschickt angelegt. Ich weiß auch nicht, ob in der Firma überhaupt ein Sachverständiger kontrolliert und mit entwickelt. Steve ist von Beruf Lehrer, wie er mir einmal mitteilte. Er übernimmt ja wohl die Endkontrolle, indem er alle Instrumente persönlich anspielt. Ist aber eben kein Profi. Wenn ich ein Sax konzipieren würde, würden Holzblasinstrumentenbauer wahrscheinlich auch viele Dinge anders machen, eben fachmännischer.
freundliche Grüße von Hewe
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Reeds-Shop

Aquila C 24 Sep 2011 10:40 #104035

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Hallo,

die Aquila Saxophone sind im Grunde keine schlechten Instrumente. Nur die Endkontrolle scheint nicht so toll zu sein. Ein auch für "Billigsaxe" offener Instrumentenbauer :woohoo: kann da schon Abhilfe schaffen, und man hat ein akzeptables Horn (höre und staune bluemike)!!! :P

Udo
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Aquila C 24 Sep 2011 11:57 #104036

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fonky schrieb:
Hallo,

Ein auch für "Billigsaxe" offener Instrumentenbauer kann da schon Abhilfe schaffen, und man hat ein akzeptables Horn

Dem kann ich nur zustimmen!
Für verhältnismässig wenig Geld kann man da viel machen.
Hier das Beispiel von meinem Sax:

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Wunschgravur war auch bezahlbar

Wünsche einen schönen Tag / Tenga un buen dia

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Letzte Änderung: 24 Sep 2011 16:28 von el abuelito. Begründung: Wunschgravur
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Aquila C 24 Sep 2011 12:06 #104037

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fonky schrieb:
die Aquila Saxophone sind im Grunde keine schlechten Instrumente.

Ja. Nach dem Anpassen beider S - Bögen, der kompletten Demontage des Instruments zum Entfernen der Lackbatzen auf den Tonlochrändern, dem Einziehen fast aller Klappenachsen und dem Ersetzen eines unmöglich hineingemurksten Polsters habe ich ein durchaus ordentliches Instrument.

Ein Saxdoc hätte dafür (wenn er nicht schon bei der "Schadensaufnahme" dazu geraten hätte das neue Instrument gleich wieder zu verschrotten) mindestens 200 Euro für die Arbeiten verlangt.

Hätte ich das Teil neu gekauft, wäre es mit einem deutlich formulierten Anschreiben an den Hersteller zurückgegangen. So ein Teil ist ja nicht ganz billig, über 1000 Euronen glaube ich.

Und dann frisch aus der Box ein paar hundert Euro um es spielfertig zu machen.....

No fun at all.....


Wie vorher schon gesagt, keine Ahnung ob die alle so sind. Das war das erste und einzige Aquila C - Tenor das ich je in der Hand hatte. Jedenfalls besteht aber das Risiko, so ein Instrument zu bekommen wie ich oder HeWe. Und dann geht das Theater los mit Zurückschicken, evtl. Geld zurück, neues Instrument (das nicht zwingend besser sein muss) und so weiter.

Meines werde ich behalten, habe auch nur etwas unter 400 Euro dafür bezahlt wenn ich mich recht erinnere. Und wenn ich mal wieder Lust dazu habe, erneuere ich auch noch die minderwertigen Korke. Dann klapperts auch nicht mehr beim Spielen. Und klanglich finde ich das Teil jetzt durchaus OK.


SlowJoe
Letzte Änderung: 24 Sep 2011 12:09 von slowjoe.
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