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THEMA: Von einem Yani zu einem ....?

Von einem Yani zu einem ....? 19 Nov 2012 22:53 #110471

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Hab's ja schon einige Male geschrieben - ich bin vor einiger Zeit nach fast zwanzig Jahren von Selmer SAII (as und ss) zu Yanagisawa (T-991 und S-880) gewechselt und halte das heute noch für eine meiner besten musikalischen Entscheidungen. Auch als Klarinette spiele ich die 10S nur noch als Zweitinstrument, meine Hauptklarinette ist inzwischen eine BC R13 Prestige.

Fazit: Es gibt - für mich jedenfalls - besseres als Selmer.
Letzte Änderung: 19 Nov 2012 22:54 von clari_sax.
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 00:15 #110474

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Ich denke, bis zu einer gewissen - eher hohen - Könnensstufe des Spielers wird dem Saxophon (trotz aller Unterschiede) zuviel Wert beigemessen. Meist liegt die Ursache getrübter Spielfreude in behebbaren technischen Fehlern der Instrumente (ungeachtet der Marke, etwa durch undichte Pölster, schlecht eingestellte Klappen, wackelige Verbindung zwischen Mundstück und S-Bogen) oder einfach in unpassenden Mundstück-Blatt-Kombinationen. Diese Ursachen lassen sich in der Regel von einem Kundigen ermitteln und beheben. Alles weitere hängt vom Spieler und seiner Zielstrebigkeit, sein Können mit Hilfe eines guten Lehrers und viel Übung zu verbessern, ab.
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 09:40 #110476

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Ich kann SaxDocM nur zustimmen. Er hat die wichtigsten Fakten kurz und prägnant beschrieben.

Ich spielte viele Jahre ein hervorragendes Yanagisawa A880 Alt.
Als ich dann mein jetziges King Super 20 erstand, das mir vom Sound her einen Tick besser gefiel (und "Vintage" kam in den 1990ern halt ein bisschen in Mode), musste ich das Yani aus finanziellen Gründen verkaufen, was mir sehr schwer fiel.
Es kam aber in gute Hände. Der Kollege ist heute noch begeistert von seinem Instrument.

Lg
Mike
Mehr von mir kommt heraus, wenn ich improvisiere. -- Edward Hopper
Jazz is not dead, it just smells funny! -- Frank Zappa
To pass through life and miss this music is to miss out on one of the best things about living. -- Art Blakey zum Jazz
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 20:56 #110484

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Eines vorweg: Ich bin bekennender Yanagisawa-Fan, also nicht unbedingt neutral. Aber ich kenne das: Unzufriedenheit schon nur mit einem Aspekt des Klangs kann einem das Spielen gründlich vermiesen. Daher: Ich würde gerne helfen.

Voraus Folgendes: Dass ein T-901 eng, hell und nasal klingen (sprich: quäken) soll, kann ich sachlich nicht nachvollziehen - das widerspricht der Grunderfahrung, die Yanagisawas gewöhnlich vermitteln. Die 90*-Serie ist zwar tendenziell ein wenig heller im Klang als die 99*-Serie, aber generell klingen Yanagisawa-Tenöre zwar frisch, aber durchaus auch voll, eher runder sogar als ein Selmer SuperAction 80 II - und Series III sowieso! Es kann allerdings sein, dass der Verein ein SuperAction 80 hat - da ist der dunkel-weiche Ton (und leider auch die etwas zähere Ansprache) schon viel eher eingebaut. Die neueren Tenöre sind universeller (meine Meinung), aber nicht unbedingt angenehmer im Klang. Wohl verstanden: Das sind alles nur Tendenzaussagen.

Ich würde also ebenfalls empfehlen, das Yanagisawa komplett durchchecken zu lassen - in Zürich gibts dafür übrigens klar bessere Adressen als die Platzhirsche, und für eine Totalrevision erst recht! Ich gebe dir dazu gerne Tipps, wenn du willst.

Es gibt außerdem noch etwas zu bedenken: Drei Jahre Praxis auf einem Instrument sind nicht besonders viel, vorherige Erfahrung hin oder her (das hilft beim Notenlesen, beim Üben, beim Blattspielen - aber nicht beim Ansatz). Es ist gerade so der Zeitraum, in dem man nach den Anfangserfolgen mitkriegt, was man alles noch nicht kann - das ist kein Beinbruch, sondern normal. Gerade guter Saxophon-Ansatz ist schlicht anspruchsvoller, als viele meinen - ich dachte früher vor einer Weile auch schon mal, ich hätte einen guten Ton, aber tatsächlich habe ich erst nach über zehn Jahren echte, hörbare Fortschritte gemacht. Ich finde es also zwar bedauerlich, aber kaum verwunderlich, dass du gerade jetzt mit dem Sax haderst, das du am besten kennst - da hörst du Defizite besser als auf Instrumenten, deren Klang dir weniger vertraut ist (und die dir dadurch möglicherweise schmeicheln). Ich sehe so etwas inzwischen als Anlass, mir - eine mich überzeugende Mundstückwahl vorausgesetzt - Zeit zu nehmen, um am Ansatz zu arbeiten, bis er mir den Klang liefert (jedenfalls grundsätzlich), den ich will. Das geht übrigens sogar mit ungeeigneten Mundstücken - einfach nicht so gut.

Ich sage das auch, weil ich aus ähnlichen Gründen mal ein Tenor gekauft habe, das einem sehr schmeichelt, dann aber limitierend wirkt, wenn man mehr dazugelernt hat. Inzwischen bin ich bei meinem Yanagisawa-Tenor (einem Vorgänger des T-901 - einem T-500) als Haupt-Tenor gelandet. Das ist zwar weniger leicht zum Klingen zu bringen - aber dafür besser, das heißt, der erzielbare Sound ist meinen anderen Tenören klar überlegen. Nur zum Knallen gibt es Besseres (aber das ist ja hier nicht Thema).

Und noch was: Musik macht Freude, wenn sie einem gelingt - was Können und somit Üben und Trainieren voraussetzt, und das erfordert nun mal Einsatz und sicher auch Durchhaltevermögen.

Als weiterer Lösungsansatz ein weiterer Schritt zurück: In welche Richtung ging denn der Mundstück-Wechsel, sprich: Was genau spielst du denn jetzt? Vielleicht lässt sich ja da noch einiges machen - manchmal auch, indem man sich mal traut, den üblichen oder erwarteten Rahmen zu verlassen. Und: Welche anderen Blasinstrumente hast du gespielt? Vielleicht gibt das einen Hinweis auf die Klangerwartung.

M.
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 21:06 #110485

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Also sorry.....aber wenn man 10 Jahre bräuchte um auf einem Sax einen "vernünftigen" Ansatz zu bekommen und einen guten Ton.....Das kann doch nicht wirklich dein ernst sein, oder??

Zudem!!.....dann würde ich mir bestimmt kein Instrument kaufen, bei dem mir der Ton JETZT nicht optimal gefällt!
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 22:21 #110489

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@blasebalg: Nur 10 Jahre? Das ginge ja noch! Ich spiele seit 45 Jahren reeds, davon seit 32 Jahren Saxophon, Kollegen und Publikum mögen meinen Sound - und doch finde ich immer wieder Verbeserungspotenzial an meinem Ansatz!

LG - Chris
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 23:04 #110490

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hallo zusammen,

die unterschiedlichen Antworten sind echt interessant zu lesen. Nun mit 24 Jahren ist es etwas schwer scho seit 34 Jahre auf Reeds zu spielen ;).
Ich komme von der Querflöte her.

Die Munstückfrage. Begonnen habe ich mit dem mitgelieferten Yani-Teil, das war schrecklich. Hab mir dann nach vielem probieren ein Otto Link Tone Edge 6 geleistet - und bin zusammen mit Gonzales Blättchen soweit zufrieden (solange ich für mich übe!!)


Also ich fasse einmal die Tipps zusammen, die mir geblieben sind über die Tage.
- Ansatzübungen (ich vermute mal, damit ua Mund und Bauchmuskulatur gewöhnt und gestärkt wird --> vollerer Ton)
- revidieren lassen (tut sicher gut) ..vorallem da ich keine Ahnung habe wie alt das Teil ist..habs ja auch nur geerbt


Ich freue mich übrigens über Tipps für qualifizierte Läden in Zürich.. will nich umbedingt in den MusikHug


Langsam stelle ich mir die Frage, wieso es denn überhaupt verschiedene Marken gibt, wenns für Hobbymusiker (und das sind wohl die meisten) sowieso nicht drauf an kommt.
Versteht mich richtig ... ich bin einfach nur interessieret! Bei vielen Instrumenten (Flöten, Tenorhörner, Trompeten,etc) spielen Zusammenspiel mit anderem Holz/Blech und persönliche Likes bezüglich Klangfarbe eben eine Rolle.
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Von einem Yani zu einem ....? 20 Nov 2012 23:25 #110491

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Es ist natürlich klar das man sich immer weiter entwickeln kann, aber einen guten Sound bekommt man sicher ganz erheblich früher aus dem Sax und vergleichen mit dem Sound anderer Saxe lässt es sich natürlich auch bereits sehr früh....

Ansonsten braucht man sich als "normalsterblicher" Hobbymusiker ja gar keine Gedanken darüber zu machen ein neues oder anderes Sax zu kaufen. Also einfach ein Schülerinstrument x-beliebiger Marke kaufen und gut ist...Das ist doch vollkommener Quatsch, finde ich und dieses habe ich durch eigene praktische Erfahrung in den letzten Wochen auch selber bestätigt gesehen. Natürlich klinge ich, selbst als Anfänger, auf anderen Saxen anders....
Letzte Änderung: 20 Nov 2012 23:26 von Blasebalg. Begründung: Ja
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Von einem Yani zu einem ....? 21 Nov 2012 09:48 #110492

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Moin,

der Musik-Hug Laden in Zürich ist schon ein guter mit einer sehr guten Werkstatt (mußte ich letztes Jahr mal ausprobieren), aber auch ne Apotheke, was die Preise angeht. Da kannst Du lieber mit Air Berlin nach Hamburg fliegen und zu TOKO gehen (vieleicht ja mal in Verbindung mit einem Nordlichtertreffen). Was Notenauswahl und Beratung bei den Noten angeht, habe ich noch keine bessere Beratung als bei Hug bekommen, allerdings in St. Gallen.

Lieben Gruß

Nando
Bari: wir schleppen Euch schon durch!
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Von einem Yani zu einem ....? 22 Nov 2012 07:00 #110506

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Blasebalg: Wie ich schon angedeutet habe: Ich war nicht wirklich schlecht (hab sogar Komplimente für meinen Klang bekommen) - aber später wurde es einfach deutlich besser, und wie auch schon in diesem Thread festgestellt, man wird mit der Zeit, vor allem, wenn man übt, schlicht besser. Und gerade fürs Spielen in einem Blasorchester kann man mit einem zwar festen, aber unbeweglichen Ansatz oft zu wenig vom Erwünschten machen. Warum ich das zu wissen glaube? Ich bin nicht nur Saxophonist in einem Oberklasse-Orchester, sondern auch auch Blasorchester-Dirigent. Ich hör mir das also alles auch recht genau an - aus allen Positionen ...

Cristiana: Hug mag gut sein, aber der kostet das Dreifache! Geh zu Thurnheer - http://www.musik28.ch - der Laden sieht zwar schräg aus, aber der Service ist wirklich gut, und wie gesagt: kostet nur ein Drittel (das sind dann schon fast TOKO-Preise).

Die Mundstückwahl ist an sich völlig in Ordnung, aber fürs Blasorchester vermutlich nicht ideal, weil wohl die meisten auf anderen Mundstücken (in der Regel Selmer S80 oder S90) spielen - und mit dem TE sticht man da halt heraus. Ich würde ein S80 mit adäquater Öffnung empfehlen (also nicht einfach ein C*) - nicht, weil ich es für das am besten klingende Mundstück halte, sondern weil es das Sich-Einfügen in den Satz vermutlich stark erleichtert.

M.
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