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THEMA: Problem mit Saxophon-blätter

Problem mit Saxophon-blätter 16 Apr 2009 15:44 #73433

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Musikus12 schrieb:
claptrane schrieb:
Ich verwende eine bessere Trocknungsvariante als das Reedguard.
ich schiebe die Blattspitze auf einem Glastisch unter einen Bottleneck (das ist ein Glasrohr, das Gitarristen [bin selbst einer] benutzen, gibts in jedem Musikladen) und stelle auf den Übergang zwischem rundem und geschliffenem Bereich des Blattes, einen Gegenstand zum Beschweren. Dadurch ist die Spitze kein bischen wellig und die Krümmung des Blattes (das Blatt gleicht sich mit der Zeit der Bahn an) wird etwas reduziert.

1. was ist daran besser? - weil, besser als das Ergebnis, das mit Reedgard erzielt, geht nicht - und
2. HWP hat es wunderbar erklärt - du läufst bei deinem Verfahren Gefahr, die Holzfasern zu zerquetschen und damit das Schwingungsverhalten des Blattes erheblich zu verändern.
ZU 1) Du kannst so keine Stockflecken bekommen und das Glas glättet noch etwas besser.Hinterher steck ich sie auch ins reedguard.
Zu 2)Der Gegenstand ist ein Metallmundstück, genaugenommen ein ausgedientes Otto Link 7*, ich glaube nicht das da irgentwas stärker gequetscht wird als mit der Blattschraube.
Im überigen quetscht das reedguard die Blätter an viel empfindlicherer Stelle wo die Fasern nicht durch die Rinde geschützt sind.
Kleiner Nachtrag : Ich finde reedguards super und will sie auch nicht schlechtreden, aber ich habe mit meiner Methode eben noch bessere Erfahrungen gemacht.Reedguards halten zB die Blattspitze länger feucht, so kann ich ein bereits befeuchtetes Blatt (ich nehme immer ein befeuchtetes Ersatzblatt mit wenn ich es nicht vergesse, was leider auch vorkommt :blink: ) bei Bedarf schneller einsetzen und brauche es nicht erst anzusabbern.
Letzte Änderung: 16 Apr 2009 16:00 von claptrane.
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Problem mit Saxophon-blätter 16 Apr 2009 23:55 #73450

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Hallo.

Geht´s um Musik? Es sollte um Musik gehen!

Und nicht um Blätter.

Aus alten Klarinettentagen kenne ich das Blätterproblem zur Genüge.
Oftmals gingen 30 von 45 Minuten Unterricht darauf, Blätter dazu zu bewegen, mit meinem Instrument und meinem "Maul" zum Klingen zu kommen.

Bearbeiten, anfeuchten, wieder weglegen, später nochmals probieren.

Heute - sowohl beim Sax als auch noch bei der Klari ...ich probiere aus dem kommerziellen Blätterangebot Blätter aus ... und wenn es geht wird’s gespielt wenn nicht, ein anderes genommen, vielleicht das zuvor als "unspielbar" abgelegte später nochmals versucht.

Hab aber keine Lust mehr, den Wetterbericht hinsichtlich seines möglichen Einflusses auf meines derzeit "im Spiel befindlichen Blattes" zu befragen - und vielleicht auch noch die Raumtemperatiúr und Luftfeuchte meines musikalischen Arbeitszimmers in diese Überlegungen einzubeziehen.

Man kann Blätter bearbeiten und pflegen - man kann sich aber auch daran totarbeiten und das Spielen vergessen.

saxclamus
Vertrauen in die Lernförderung durch den Schlaf schafft Zuversicht auch beim Üben am Detail.(Rezept 39 aus "Einfach Üben" v. Gerhard Mantel

Nur wer nichts tut kann auch nichts falsch machen.
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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 10:03 #73452

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Da ist schon was dran.

Mich nervt das auch unheimlich, aber Fakt ist doch, dass das Blatt einen wirklich unerhörten Einfluß auf den Sound hat. Und ohne Sound keine Musik. Und wenn ich ständig mit dem Ton kämpfe, dann geht viel von meiner Energie und Konzentration dabei drauf und kann nicht in Musik fließen.
Und Holz ist zickig und anfällig...leider.
Aber ich mach auch wenig Theater. Was geht geht und sonst pack ich es auch wieder weg. Und wenn aus einer Kiste nur eins spilebar ist, dann ist das eben so...aber es ist ja letztlich auch ein Kostenproblem.

Und Stockflecken sind deshalb so ärgerlich, weil sie auch vor den guten Blättern nicht Halt machen.

Hab übrigens herausgefunden, dass meine Stockflecken tatsächlich aus den Reedguards stammten. Die kann man auseinandernehmen und nachsehen...hm...und jetzt sind sie gründlich geschrubbt und desinfiziert und ich brauch mir hoffentlich erstmal wieder weniger Gedanken um meine kostbaren Blätter machen ;-)

stromlose Grüße

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Jazz ist, was ihr draus macht ;)
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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 10:44 #73455

  • Musikus12
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saxclamus schrieb:
Hallo.

Geht´s um Musik? Es sollte um Musik gehen!

Und nicht um Blätter.

Aus alten Klarinettentagen kenne ich das Blätterproblem zur Genüge.
Oftmals gingen 30 von 45 Minuten Unterricht darauf, Blätter dazu zu bewegen, mit meinem Instrument und meinem "Maul" zum Klingen zu kommen.

Bearbeiten, anfeuchten, wieder weglegen, später nochmals probieren.

Heute - sowohl beim Sax als auch noch bei der Klari ...ich probiere aus dem kommerziellen Blätterangebot Blätter aus ... und wenn es geht wird’s gespielt wenn nicht, ein anderes genommen, vielleicht das zuvor als "unspielbar" abgelegte später nochmals versucht.

Hab aber keine Lust mehr, den Wetterbericht hinsichtlich seines möglichen Einflusses auf meines derzeit "im Spiel befindlichen Blattes" zu befragen - und vielleicht auch noch die Raumtemperatiúr und Luftfeuchte meines musikalischen Arbeitszimmers in diese Überlegungen einzubeziehen.

Man kann Blätter bearbeiten und pflegen - man kann sich aber auch daran totarbeiten und das Spielen vergessen.

saxclamus

... genau das ist der Grund, warum ich die Quinteszenz aus all den hier vorliegenden Beiträgen zum Thema Blattbearbeitung und Blattbehandlung für mich gezogen habe - die da lautet:

- neues Blatt mind. 1/2 Std. in Wasser einlegen
- danach herausnehmen und trockenwischen
- dann in den Reedguard und diesen bis zum nächsten Tag offen lassen
- am nächsten Tag das getrocknete Blatt auf einem Schleifblock (etwa 600er Körnung) so lange mit wenig Druck schleifen, bis die Unterseite des Blattes glatt ist wie ein Kinderpopo.

Ab diesem Punkt sind meine Blätter völlig unkompliziert mit einer Super Ansprache und langem Leben. Einfacher und vor allem effizienter geht es eigentlich nicht, finde ich.

Alles andere kostet nur eine Menge Arbeit und artet beinahe schon in Wissenschaft aus - da habe ich auch keinen Bock drauf
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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 10:49 #73457

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Hallo,

stromlos schrieb:
Mich nervt das auch unheimlich, aber Fakt ist doch, dass das Blatt einen wirklich unerhörten Einfluß auf den Sound hat. Und ohne Sound keine Musik. Und wenn ich ständig mit dem Ton kämpfe, dann geht viel von meiner Energie und Konzentration dabei drauf und kann nicht in Musik fließen.

Für mich isses ´ne Sache des Abwägens, wieviel Zeit ich "wann - wofür" aufwende.

Klar - ich spiele auch lieber mit einem 100%igen Blatt.

Wenn`s jedoch vorwiegend um`s Üben geht - z.B. Akkordsymbole möglichst schnell umsetzen können - dann tut´s auch schon mal ein Blatt, das nur "80% Leistung" bringt ( sofern es brauchbar anspricht).In solcher Situation wende ich die Zeit lieber dem Üben und Lernen zu.

Wobei sich nicht selten herausstellt, dass ein "80% - Blatt" nach und nach "besser" wird - in Ansprache und Sound. Manchmal allerdings auch nicht.

Für "Auftritte, Inspiration und Improvisation" versuche ich, immer 2 -3 "100ige" auf Lager zu haben.

Vielleicht sollte ich wirklich mal Kunststoffblätter ausprobieren. Aber - dann wäre auch ein Teil der Spannung bei Öffnen einer neuen Blätterschachtel weg.:ohmy:

Mit Stockflecken habe ich bei "meinem Reedgard" keine Probleme.

saxclamus
Vertrauen in die Lernförderung durch den Schlaf schafft Zuversicht auch beim Üben am Detail.(Rezept 39 aus "Einfach Üben" v. Gerhard Mantel

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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 13:02 #73462

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@ Musikus
Die Schleiferei spare ich mir. Ich kauf die Blätter in der Stärke, das ich so aus der Schachtel loslegen kann und wenns dann etwas nachlässt, knipse ich ein Stückchen Spitze ab und schon ist es wie neu.
Ab da wo ich die Blätter auf dem Tisch trockne (ist ungefähr 3 Jahre her) habe ich so gut wie keinen Ausschuß mehr, höchstens mal alle 50 Blätter eins das nicht will. Alles ohne irgentwelche Schleifereien.
Letzte Änderung: 17 Apr 2009 13:07 von claptrane.
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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 14:02 #73466

  • JES
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Viel besch. finde ich, da hat man endlich mal sein Traumblatt und weiß aber schon, ewig hält das nicht. Und dann geht der Ärger mit den Durchschnittsblättern von vorne los.
Kunststoff mag ich persönlich nicht, also bleiben nur die vergänglichen Holzreeds, deren Leben man zwar verlängern kann, aber scheinbar nicht unendlich.
JEs
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Problem mit Saxophon-blätter 17 Apr 2009 14:03 #73467

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Hm,
entweder hab ich ein riesiges Glück oder ich weiß es nicht...

Ich mache keine Entjungferungszeremonien mit meinen Blättern. Aus der Schachtel raus und los.
Bisher keine Probleme. Die einzigen Blätter, die ich bisher ausgemustert hatte, habe ich auch durch eigenes Zutun geschrottet.
-einmal ne Katsche reingedüdelt beim montieren (kein Verlust war ein billig Rico-beim saxophon-dabei-Blatt)
- einmal plattgespielt (Riss drin)

Mein derzeiges Spielblatt hält nun fast schon 3 Monate und lässt einfach nicht nach.... (Trotz zweimal pro Woche intensiv Belastung -Probe a ca 4 Stunden fast ohne Pause).

Die ganzen Blattdiskussionen erinnern mich irgendwie an die im Slotcarforum zum Thema "Einfahren der Motoren" (einfahren bei Vollmond und ölen mit gesegneter Wolfsmilch...)... Ziemlich viel Voodo drumherum

Grüße
Phil
A Saxophon is sexy brass
A Hammond is the queen of keys
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Problem mit Saxophon-blätter 21 Apr 2009 11:45 #73655

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stromlos schrieb:
@ zebrion:

bei welcher Sorte Blatt ist denn dein Fleck aufgetreten?
Ich bin nach langer, langer Odysee wieder bei Vandoren gelandet und hatte das "Fleck-Problem" bei anderen Blättern noch nie...
Hi Stromlos,
bei mir sind es Rico Royal Bariton, Stärke 2
Von zwei Blättern ist eines richtig dunkel fast schwarz geworden, das andere ist nur etwas dunkel.
Mein Referenzblatt, dass ich in den Reedgard gesteckt habe (Vandoren) lässt sich zwar nicht spielen, dafür wird es aber auch nicht schwarz - am Reedgard scheint es also nicht zu liegen.

Trotzdem interessiert es mich, wie Du die desinfiziert hast.
:)
Eigentlich ist schon alles gesagt.
Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin
Letzte Änderung: 21 Apr 2009 11:56 von Zebrion.
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Problem mit Saxophon-blätter 21 Apr 2009 12:18 #73656

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infinitePhil schrieb:
Hm,
entweder hab ich ein riesiges Glück oder ich weiß es nicht...

Ich mache keine Entjungferungszeremonien mit meinen Blättern. Aus der Schachtel raus und los.

Jepp! Mache ich auch so. Funktioniert aber nicht mit allen Blattmarken. Mit AW-reeds, Gonzales und GH (Heftrig) überhaupt kein Problem.
Ziemlich viel Voodo drumherum

Sehe ich auch so. Aber so lange der Saxophonist mit dem Besprechen seiner Blätter beschäftigt ist, ist er wenigstens weg von der Straße und macht auch sonst keinerlei Unsinn.

Gruß aus dem Schwarzwald
Bernd
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