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THEMA: Das Saxophon in der Klassik

Das Saxophon in der Klassik 24 Dez 2014 13:26 #116011

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Eben, wie ist der typische Saxophonsound denn definiert?

Wie Sanborn, Kenny G. oder Coltrane? - es gibt ihn so also nicht , sondern das folgt wohl eher dem individuellen Klangideal; selbst in der Klassik gibt es große Klangunterschiede, z.B. zwischen Raschèr, Delangle, Mule, Bornkamp etc..

Das schöne am Saxophon ist doch gerade diese Vielseitigkeit und seine individuell innerhalb gewisser Parameter formbaren Klangfarben; eine Wertung stilistischer und klanglicher Art verweist hier nur auf die musikalische Engstirngkeit zurück - eigentlich sollte hier genreunabhängig eine Wertung nur über gute/ schlechte Musik stattfinden und die gibt es in jedem Stilbereich.
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Folgende Benutzer bedankten sich: Yoko

Das Saxophon in der Klassik 25 Dez 2014 17:19 #116024

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Ich habe bei Quintessence mal einen Workshop mitgemacht. Überzeugen sie nicht klassisch?

Herzliche Grüße,

Joe
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Das Saxophon in der Klassik 08 Jan 2015 22:25 #116147

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Hallo liebe Saxwelt,
ich höre sehr gerne klassische Musik und gehe auch gerne in Konzerte. Ich genieße es außerordentlich.
Darüber hinaus liebe ich es Saxophon zu spielen und bin natürlich mit dem Saxophon dem Jazz vertrauter geworden.
Weder Klassik noch Jazz ist Popcornkino. Man muss sich damit befassen, um Spass daran zuhaben. Ich kann doch aber gerne mal ein einfaches klassisches Stück auf dem Saxophon üben, und danach ein jazz-standard einstudieren.
Ich fand die Idee von Smatjes gut und kann auch die Reaktion von Otto verstehen. Sax ist ein Jazz Instrument. Aber ich kann damit die Musik spielen, die ich mag. Ich sehe darin keinen Wiederspruch. Und erzählt mir nicht, dass ich ein klassisches Stück nicht spielen kann, weil mein Mundstück das nicht zulässt.
Ich habe Interesse an dem Thema und die Reaktionen geben mir recht.
Ich zwinge ja auch keinen Klassik zu spielen, aber es sollte auch keinem abgesprochen werden.

liebe Grüße
Gunnar
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 08:35 #116149

  • RainerBurkhardt
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Sax ist ein Jazz Instrument.
1842 gab es noch keinen Jazz ...
Remember Joe Cocker
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Reeds-Shop

Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 11:27 #116150

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Jeder soll doch spielen was oder wie er will.

Ich spiele auf meinen Saxophonen Klassik, Jazz, Blues, Pop, je nach Formation oder Anlass.
Und ich freue mich darüber, dass ich meine Instrumente so vielseitig einsetzen kann.
Ich spiele übrigens immer mit den gleichen Mundstücken und Blättern.
Auch das geht! ;)

Lg
Mike
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 11:44 #116151

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Lubo schrieb:
Es ist schon schön und gut das Für und Wider in Bezug auf das Saxofon in der Klassik.

Eine Frage bzw. Feststellung kam dabei bisher noch nicht auf:

Hört doch mal genau hin mit welchem Ton ein Saxofon in der Klassik gespielt wird!
Hat das was mit typischem Saxofonsound zu tun?
NEIN!
Es ist doch eher ein kastriertes oboennachahmendes Geräusch?
Zu enge Mundstücke und was weiß ich für Blätter werden herangezogen um ja keinen Saxofonsound entstehen zu lassen, ihn schon im Keim zu ersticken?

Man kann sicher mit einem heißgblütigen Rennpferd einen Acker pflügen, dafür gibt es aber auch besser geeignete Pferde!

Hallo Lubo,

dein Statement habe ich jetzt erst gelesen.
Sehr interessant, dein Standpunkt.
Ich kann ihn leider nicht teilen.
Aber das Forum lebt ja von der Vielfalt der Meinungen. ;)

Lg
Mike
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Letzte Änderung: 09 Jan 2015 11:45 von ehopper1.
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 13:36 #116153

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Hier ein schöner Abriss über das Saxophon in der Klassik:

www.hjs-jazz.de/?p=00051

Mittlerweile sind mehr als 11.000 Kompositionen (und Transkriptionen) registriert, in denen das Saxophon eine prominente Rolle spielt. Das ist doch schon mal etwas.

Ein weiteres Zitat: "Nicht nur Berlioz wußte die Dynamik und klangliche Flexibilität des neuen Instruments zu schätzen. Ambroise Thomas verwendete das Saxophon in seiner Oper Hamlet (1868), Georges Bizet in den L'Arlésienne-Suiten (1872/1879), Jules Massenet in Hérodiade (1881) und Werther (1892), Vincent d'Indy in Fervaal (1895), Richard Strauss in der Sinfonia Domestica (1903)."

Eine Geschichte des Saxophonquartetts:

www.hjs-jazz.de/?p=00200

Viel haben wir auch der Saxophon-Mäzenin Elise-Boyer Hall zu verdanken:

www.hjs-jazz.de/?p=00157

Die Artikel geben einen gelungenen Abriss der Geschichte des Saxophons in der Klassik wieder.

Gruß,
BCJ
Letzte Änderung: 09 Jan 2015 13:38 von BCJ. Begründung: Hinzufügung
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 13:51 #116154

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Manche hier niedergeschriebene Äußerungen belegen, dass eine satte Anzahl an Saxophonisten enorm viel Wert auf Klang legen, aber die Musik und die musikalische Gestaltung völlig in den Hintergrund treten lassen. Diese Unzulänglichkeiten findet man bei Pianisten, Streichern und anderen Bläsern bei weitem nicht in dem Maße, wie beim Saxophon. Die Saxophonisten interessieren sich hauptsächlich für Ihr Instrument und viel weniger für die Musik. Das gilt selbstverständlich nicht für alle, aber doch für recht viele.

LG
noodles
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 14:09 #116156

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noodles schrieb:
Manche hier niedergeschriebene Äußerungen belegen, dass eine satte Anzahl an Saxophonisten enorm viel Wert auf Klang legen, aber die Musik und die musikalische Gestaltung völlig in den Hintergrund treten lassen. Diese Unzulänglichkeiten findet man bei Pianisten, Streichern und anderen Bläsern bei weitem nicht in dem Maße, wie beim Saxophon. Die Saxophonisten interessieren sich hauptsächlich für Ihr Instrument und viel weniger für die Musik. Das gilt selbstverständlich nicht für alle, aber doch für recht viele.

LG
noodles

Sehr gut auf den Punkt gebracht, danke!

Lg Mike
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Das Saxophon in der Klassik 09 Jan 2015 14:23 #116157

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Manche hier niedergeschriebene Äußerungen belegen, dass eine satte Anzahl an Saxophonisten enorm viel Wert auf Klang legen, aber die Musik und die musikalische Gestaltung völlig in den Hintergrund treten lassen. Diese Unzulänglichkeiten findet man bei Pianisten, Streichern und anderen Bläsern bei weitem nicht in dem Maße, wie beim Saxophon. Die Saxophonisten interessieren sich hauptsächlich für Ihr Instrument und viel weniger für die Musik. Das gilt selbstverständlich nicht für alle, aber doch für recht viele.

LG
noodles

Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass diese Aussage so richtig ist. Ich bin der Überzeugung, dass Saxophonisten ganz allgemein auch sehr an der Musik interessiert sind. Aber viele sind auch sehr am Instrument interessiert, weil sie dem Glauben anhängen, dass man mehr Musik aus dem Instrument herausholen kann, wenn man bei Mundstück und Instrument (S-Bogen, Blatt) das ideale Equipment gefunden hat.

Endlose Debatten werden über Material geführt. Inwieweit macht der Mensch den Sound, inwieweit die Ausrüstung?

Und wie fast überall - z.B. auch im Sport, bei Sportgeräten - gibt es Materialfetischisten und andere.

Herzliche Grüße,

Joe
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