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THEMA: Sprechen mit dem Saxophon?

Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 11:02 #67223

  • Raggae
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Mich beschäftigt nun schon seit längerem immer wieder die gleiche Frage:

Musik wird ja immer wieder mit einer Sprache verglichen und Musik zu machen mit sprechen bzw. kommunizieren. Aber ich kapier das noch nicht. Über was für Inhalte wird da gesprochen außer so was trivialem wie "guckt mal, wie toll ich spielen kann"?

Beim Sax ist es ja nun auch gerade noch so, dass man da nicht, wie zum Beispiel bei der Gitarre, dazu singen und auf diese Weise Inhalte rüberbringen kann.

Deshalb habe ich gedacht, ich frage Euch einfach mal: Drückt Ihr überhaupt etwas aus, was so etwas wie eine Nachricht ist, wenn Ihr Sax spielt? Und falls ja, dann was und wie?
Kaufst du noch oder spielst du schon?

Tenor: YTS 62C, McHeinlein 9*, Rigotti Queen 2,5
Sopran: Cannonball Big Bell Stone Curved, Steamer, Rigotti Queens 2,5
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 13:37 #67232

  • SkankingSax
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Tach auch.

Schwierige Frage, aber ich versuchs mal: In erster Linie lassen sich musikalisch immer Emotionen ausdrücken, z.B.:

Trauer:

Freude:

und so weiter.

Wirkliche Botschaften lassen sich damit zwar nicht vermitteln, aber ich finde auch, dass es schon noch einen großen Unterschied zwischen Sprache und Musik gibt. Musik kann Dinge ausdrücken, die Sprache nicht erfasst und umgekehrt. Ein Gefühl lässt sich z.B. viel besser auf einem Instrument ausdrücken, als in Sprache. Dafür kann man keine rationalen Argumente in der Musik unterbringen...

Ich hoffe, einigermaßen auf die erste Frage geantwortet zu haben.

Nun zur Umsetzung: Wenn du traurig spielen willst, denke an etwas trauriges. Oder besser noch: Wenn du traurig bist, spiele etwas trauriges. Dann hörst du schonmal, wie es klingt, wenn du wirklich traurig bist. Als nächstes kannst du dann diese Trauer (oder Freude oder was auch immer) quasi auf Abruf bereithalten, sprich du suchst dir eine Situation, die mit der erwünschten Emotion eng verbunden ist und denkst beim Spielen an diese. Dann kommt der Ausdruck der Emotion fast automatisch. Noch besser funktioniert das beim Singen. Denn dort hat man zumeist einen der erwünschten Emotion entsprechenden Text, den man sich dann nur noch wirklich zueigen machen muss. Dieser Text fehlt uns Instrumentalisten und deshalb müssen wir umso mehr Phantasie mitbringen, um die Emotionen auch bis zum Publikum transportiert zu bekommen...

Soweit mein Verständnis deiner Frage und die dazugehörigen Antworten.

Keep On SkAnkInG! :-s
Sax'n'Drums and Rock'n'Ska
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 15:11 #67236

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Improvisieren lernen ist wie eine neue Sprache lernen. Es gibt Vokabeln, Redewendungen und Grammatik.
Ein gutes Solo sollte ähnlich konzipiert sein, wie eine gute Rede.

Und wenn es ums geschichten Erzählen geht, das ist auch nix neues. Peter und der Wolf!
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 15:59 #67241

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Genau, wie SkankingSax schon sagt, geht es dabei mehr um Emotionen, genauer gesagt um emotionale Nuancen. Ein schönes Beispiel hierfür ist dieser Videoausschnitt mit Billie Holiday and Lester Young. Lester erzählt was und Billie weiß genau was er meint.



So etwas kann man praktisch auf jedem Konzert in den Gesichtern der Zuhörer beobachten.

Was Leon schreibt ist auch richtig, meint aber nicht das gleiche.
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 16:02 #67244

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Genau, wie SkankingSax schon sagt, geht es dabei mehr um Emotionen, genauer gesagt um emotionale Nuancen. Ein schönes Beispiel hierfür ist dieser Videoausschnitt mit Billie Holiday and Lester Young. Lester erzählt was und Billie weiß genau was er meint.



So etwas kann man praktisch auf jedem Konzert in den Gesichtern der Zuhörer beobachten.

Was Leon schreibt ist auch richtig, meint aber nicht das gleiche.

Moin!

Exakt!

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LG Hans
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 16:03 #67245

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Danke mckoi, an das Beispiel hatte ich auch direkt gedacht.
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 16:36 #67249

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mckoi, freut mich, wieder von dir zu lesen!

Was diesen Gefühlskram angeht, da meine ich, das sollte jeder für sich ausmachen. Ich finde es unglaublich anstrengend von allen Leuten ihre Meinung (jeder hat da seine eigene, und das eingen ist unmöglich, denn jeder findet seine besser) darüber zu lesen und zu diskutieren. (siehe musikalitäts thread, ich finde den schrecklich)

Über technische und stilistische Aspekte wie Systematik, Spannungsbögen, Frage Antwort, darüber kann man produktiv reden.
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 16:43 #67251

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Über technische und stilistische Aspekte wie Systematik, Spannungsbögen, Frage Antwort, darüber kann man produktiv reden.

Ok. Das ist dann aber eher die akademische Sicht.
Um dieses zu erkennen, muss man es kennen.
Dann kann ich analysieren und sagen, das Solo (die Rede) war gut oder nicht gut.

Ob ich die Zuhörer (bei Solo oder Rede) "mitgenommen" habe, kommt dabei aber nicht raus.

Der "Transport" von Emotion sollte immer Teil von Musik sein. Leider sind aber die Menschen dafür sehr unterschiedlich empfänglich.
Keep swinging!
I believe you should try to make music as beautiful as you can. It should not be done with ugliness.
There's so much hate in the world; you should counteract it with loveliness(Stan Ge
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 17:58 #67254

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Eben doch! Das ist ja gerade der Punkt. Diese ganzen Sachen, die man als Solist wie redner erstmal wissen muß und dann Einsetzen können, machen den Unterschied zwischen einer guten Rede und einem spannendem Solo oder nur langweiligem Blabla bzw rumgenudel.

Der Emotionsbegriff ist mit eindeutig zu wabbelig.
Klar bei Balladen muß es treifen, aber wie ist es bei einem echt schnellen BebopSolo oder einer echt groovigen Funknummer.
Gibt es das Gefühl "funky"?

Es wird hier Schnell von großen Emotionen und Gefühlen und Musikalität geredet. Aber ist euch bewußt, wie schwer es ist, dass wirklich zu vermitteln.

Das ist wie in einer Fremdsprache. Wenn man diese nicht beherrscht, kann man sich nicht so ausdrücken wie man will. Schreibt doch mal einen Liebesbrief in spanisch.

Leute, wenn ihr etwas ausdrücken wollt, müßt ihr erstmal die Ausdrucksmittel beherrschen.
Und die schönsten Worte bringen nichts, wenn man sie nicht in einem vernünftigen Kontext und Grammatik stecken kann.

Deshalb muß man als INTERPRET von Spannungsbögen, Frage Antwort usw erstmal Ahnung haben und dann benutzen können.

Der Zuhörer hört nicht das element Sapnnungsbogen oder sagt, "hey, das war ne gute frage antwort phrase", sondern beim Publikum kommt dann, wenn ihr es beherrscht, euer Gefühl an"

Sich nur traurig zu fühlen, heißt noch lange nicht, den Blues spielen zu können.
Ist mir auch gerade Schnuppe, denn ich fühle mich gerade eher funky
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Re: Sprechen mit dem Saxophon? 14 Dez 2008 19:18 #67259

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Der Emotionsbegriff ist mit eindeutig zu wabbelig.

...

Leute, wenn ihr etwas ausdrücken wollt, müßt ihr erstmal die Ausdrucksmittel beherrschen.
Und die schönsten Worte bringen nichts, wenn man sie nicht in einem vernünftigen Kontext und Grammatik stecken kann.

Aber WAS willst Du denn eigentlich ausdrücken?
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