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THEMA: GEMA-Petition

Re: GEMA-Petition 29 Sep 2008 23:29 #62782

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ich bin froh , daß ich aus der gema raus bin .

endlich kann ich selber entscheiden , wo ich was an musik selber erfinde !
die rechtverwertung ist zwar mühseliger , aber rechtlich identisch .

die kunst der improvisierten musik ( und damit meine ich - wertungsfrei - keinen freejatz , sondern die eher klassischen formen ) gilt da im gema hirn nichts , da kein werk , und ohne werk keine vergütung , aber obwohl kein werk zahlungspflicht auf webseiten und für veranstalter .

die sind sehr dankbar , daß ich ohne gema auflaufe und das honorar steigt merklich .

tja, die content-industrie hat sich klammheimlich zum superkraken entwickelt ... 25 konzerte weil 5 räume , nur weil wer aus dem riel bukk trötet und froh ist , gis zu können ?
das geht zu weit .

klar sollen urheber ihr geld bekommen , aber warum bekommen klassiker so viel und u -musiker so wenig ?

am lustigsten war die verrechnung nach abt. 13 ( oder 11 ? - habe die jahrbücher alle weggeworfen ... ) in der kammermusikalischer jazz mit soloanteilen dezidiert auseinandergenommen wird und e musik artig bedacht wird - wirkt aber erst wenn man nach jahren schön viel wertungsmark gehabt hätte...

oder jahrelang bei der gema aus- und einging und nach prozessen klarmachte daß man immer e ist , wenn man die klarinette an den mund setzt ( diesen einzelfall gibt es ! )

absurditäten !

daher ist eine modernisierung des e.v. ( es ist KEINE behörde ! ) gema dringend notwendig , denn ohne urheber sind die rein gar nichts .

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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 00:07 #62783

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Raus aus der GEMA ist eine Sache. Da bekomme ich aber leider nicht mehr Gage, weil die meisten Veranstalter eine GEMA-Pauschale bezahlen. Also verdienen wieder die Falschen dran.

Falls ein Veranstalter keine GEMA-Gebühren zahlen kann oder will, dann geben wir halt nix an.

Es bleibt trotzdem zu diskutieren, wie das Urhebergesetz durchgesetzt wird. Schaffen wir es ab, dann öffnen wir der Musikindustrie Tür und Tor, alles zu klauen, was sie braucht. Wir kleinen machen da kein Geld mit; das machen die großen Konzerne.

Wir regen uns auf über zu viel Abgaben oder zu wenig Ausbezahlung, Ungerechtigkeit in der Verteilung; das Komplizierte daran ist aber nicht die GEMA, sondern das Gesetz und seine Umsetzung.

Man müsste die Diskussion aufteilen, da sie sehr komplex ist:

Urheberrecht: ist gut oder muss weg?

Wenn "ist gut", dann wie durchführen?

Wenn "muss weg", wie schützt man eine Idee vor dem allegemeinen Ausverkauf?
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 00:22 #62784

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schade daß gerne die beiträge verschwinden , wenn man auf abschicken drückt ...

ich schrieb so ungefähr folgendes :

interessant sind die auftraggeber , die sich um gema usw. keine sorgen machen . warum auch immer .

die musiker sollten sich mal mit vertragsrecht befassen ( das urheberrecht ist an sich klar und hilfreich . ) , und nicht so pauschalglücklich-zufrieden fordernd daherkommen , daß es einem verein möglich war , sich derart breit zu machen . 5 räume und 25 aufführungen ? wenn das nicht extrem kompliziert ist ...

ein leeres haus wird durch pauschale regelungen nicht voller und der verdienst nicht gerechter .

wer das glück eines vollen hauses hat , wird wohl auch die richtigen verträge haben .

und das richtige produkt .
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 02:09 #62786

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haben jazzmusiker nicht schon immer durch hören und nachspielen gelernt ?

Nee, die hatten ersama studiert, damit se wissen, was se über A7-kreuz9-herzAs spielen oder, wenn mal jemand mit ner Pik-Flöte kommt... konnten se immer mit Kontrabass kontern. :-)

Feine Fundgrube.
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 13:24 #62805

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Hiho,

Die Gema als solches muss da sein und das soll sie auch. Sie hat aber mit dem Urheberrecht als solches nichts zu tun, da dies nicht übertragbar ist. Auch nicht an die GEMA. Die GEMA achtet nur darauf, dass die Werke Ihrer Mitglieder kontrolliert gespielt werden und der Urheber seine "Tantiemen" für dessen Nutzung bekommt. Werden GEMAfreie Stücke gespielt, interessiert die GEMA das Urheberrecht einen feuchten Kehricht. Sie passt eben nur darauf auf, dass Ihre Mitglieder für die Nutzung der Werke bekommen was ihnen zusteht.

Das ist der Grundgedanke der GEMA wie ich ihn verstehe. Der ist gut und begrüßenswert.


Aus meiner Sicht aber hat sie völlig den Bezug zur Realität verloren. Wie schon gesagt. 25 Veranstaltungen weil 5 Räume und 5 Tage, ist Irrsinn. Würden wir nun tatsächlich jeden Tag auch nur ein einziges Stück spielen, dessen Urheber bei der Gema ist, würden wir sage und schreibe 3.560 € an die GEMA zahlen müssen. Gleiches würden wir allerdings auch zahlen, wenn wir 100 Stücke spielen.

Schlussvolgerung für den WS ist daraus. Es werden GEMAstücke nur in einem Raum, an einem Abend gespielt = € 40,45

Zweites Beispiel:
Aufgrund der Besucherzahlen und der MÖGLICHEN Zuhörer von GEMAstücken innerhalb der Saxwelt müsste ich für JEDES GEMAstück € 75,-- pro Monat zahlen.

Schlussvolgerung daraus = Keine Gemamusik in der Saxwelt.

Beides sind Beispiele die ich selber recherchiert und bei der GEMA erfragt habe. Für den WS ist das nicht weiter wild, da wir dort noch nie GEMA gespielt haben sondern eigene Stücke geschrieben wurden und werden. Nur eben unser diesjähriger Discoabend muss bezahlt werden. Das ist ok. Ich wäre auch bereit das doppelte oder dreifache zu zahlen, um dafür dann zu jederzeit und überall auf dem WS mal eben schnell ein GemaStück spielen zu können, um z.b. anhand von bekannten Stücken ein Beispiel zum aktuellen Lehrinhalt zu geben.

Für die Saxwelter aber wäre es enorm auch hier Stücke vorstellen zu können, die allgemein bekannt sind. Auch hier wäre ich bereit ein paar €uro im Monat abzudrücken, damit die Mitglieder eben solche Stücke präsentieren können. Solche Dinge aber finden bei der GEMA keine Berücksichtigungen und man verweist dann eben auf die allgemeinen Tarife, die dann nur noch abschrecken und Saxwelt als gewerbliche Seite einstufen wie auch jede andere Webseite die im Monat mehr als 25.000 mögliche Zuhörer hat.

Was für einen Großveranstalter nicht mal Portokasse ist, bricht selbstragenden Veranstaltungen das Genick. So müsste sich der WS-Preis je Teilnehmer um etwa € 70 erhöhen würden wir GEMA spielen. Auf der Webseite der Gema wird gar propagiert (FAQ), dass selbst eine Hochzeit gebührenpflichtig sei, wenn nur zwei da sind, die nicht zur Familie oder nahen Bekanntenkreis gehört. Das ist immer dann der Fall, wenn der Cateringservice mit zwei Mitarbeitern anrückt. Wahnsinn!

Bei solchen absurden Tarifen oder Verlautbarungen der GEMA, ist Musik dessen Urheber Mitglied der GEMA ist, eben GEMAverseucht. Dabei bedeutet dies nicht, das die Musik deswegen schlechter ist oder der Künstler gemieden werden soll. Es bedeutet einfach, dass die Musik durch die GEMA und ihre völlig realitätsfernen Berechnungen Musik verseucht, in dem sie sie unbezahlbar macht. Letztenendes ein KO für alle Künstler die eben nicht täglich im Radio gespielt werden oder das Glück haben, ein Stück geschrieben zu haben, welches von der Werbeindustrie entdeckt wurde. Liebes pü, du schreibst also nicht verseuchte Musik sondern die Gema verseucht sie durch ihre Unflexibilität und damit, in bestimmten Bereichen, überhöhten Kosten. Sie macht deine Musik für uns unspielbar.

Und sicher mag es sein, das die GEMA besseres zu tun hat, als sich jede popelige Nischenwebseite anzuschauen und nachzuprüfen ob da ein oder mehrere Stücke ihrer Mitglieder gespielt werden. Es gibt da draußen aber genug liebevolle Mitmenschen, die der GEMA diese Arbeit gern mal abnehmen. Siehe WS. Und für mich ist es als Betreiber dann einfacher das ganz rauszunehmen, statt den Robin Hood gegen GEMA oder Musikindustrie zu spielen. Dafür fehlt mir schlicht weg das Geld und die Nerven.

Nehmen wir mal an, die Gema würde € 20,-/M. von mir verlangen damit die Saxweltler Gemastücke in der Saxwelt einstellen können. Dann noch 100 €uro für den WS. Sie würde von einer dieser popeligen Webseiten im Jahr mal eben rund 340 €uro bekommen. Nun bekommt sie von mir 40,45 und ich überlege es mir nächstes mal zweimal ob ich noch einen Discoabend anbieten werde. Geht ja auch ohne, mit genauso viel Spass. Wären = 0,--. Kein Künstler der Mitglied der GEMA ist, hat dann mehr was von der Saxwelt und den tausenden anderen Webseiten da draußen. Das ist der derzeitige Haupterfolg der GEMA zu ihrer derzeitigen "Öffentlichkeitsarbeit". Und wer glaubt die Herrschaften am Telefon würde das nur annähernd interessieren .... " Kann ich nichts für, so sind die Tarife und sie wollten doch eine Tarifauskunft"


Die GEMA ist als solches OK.
Sie gehört aber strenger kontrolliert und die führenden Köpfe sollten selbige mal dafür nutzen wofür sie gemacht wurden. Nämlich zum ausgiebigen nachdenken. Nicht nur darüber wie man die Tarife einnahmeoptimierter im Sinne der GEMA gestaltet, sondern einnahmeoptimiert im Sinne der Künstler auslegt. Dies dann noch gleichzeitig mit vernünftigen, nachvollziehbaren Tarifen für den Nutzer verbindet ohne auf Drohungen und Bangemache zu setzen sondern auf klare Erklärungen mit klaren verständlichen Tarifen. Denn, Drohungen und Bangemachen führen zur Einstellung des Angebotes der Produkte die die Gema versucht zu verkaufen.

Viele Grüße
Smatjes
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 18:43 #62822

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Da hast du wahr gesprochen, Häuptling. Und die Misstände, die du aufzeigst, sind erst der Anfang einer langen Kette von Unmöglichkeiten.
Eine interessante Sache, die bei der Aktion von Johannes Kreidler heraus kam, ist die Tatsache, dass man verschiedene Bereiche aus der Verwertung heraus nehmen kann. So zum Beispiel die Verwertung der Internetverbreitung. Das Problem ist ja, dass die Rechte aller meine Werke, selbst derjenigen, die ich noch nicht geschrieben habe, von der GEMA verwertet werden. Das heißt, dass z.B. das Arrangement von "Maria durch ein Dornwald ging", was ja hier herunter zu laden ist, natürlich GEMA-verseucht ist. Nun kann ich (und werde ich) aber hingehen und die Internetverwertung durch die GEMA für meine Kompositionen aus dem Paket herausnehmen. Diese Möglichkeit weiß kein A.....

Eines der Undinge ist nämlich gerade, dass ich keine unterschiedliche Verwertung meiner einzelnen Kompositionen bewirken kann.
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 21:21 #62826

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auf Wunsch gelöscht !
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Re: GEMA-Petition 30 Sep 2008 22:00 #62828

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*Ironiemodus an*
Hallo Polizei,
ich war heute um 17.40Uhr auf der A93 in Richtung Hof unterwegs. Mit meinem grünen Golf Diesel bin ich leider in der 100er Zohne kurz vor Selb mit 113 km/h eingerollt. Ich bitte um eine Geldbuße, Punkte in Flensburg, aber auf JEDEN FALL ein angemessne Strafe und Verurteilung!!! Bitte um Kenntnissname aller Saxweltmitglieder, Nichtmitglieder, Einfach-Nur-So-Mitleser, Saxwelthasser, die Stasi und wen es sonst noch so interessiert. Ach ja, daß ist mir in diesem Jahr schon öfters so passiert, tschuldigung dass ich noch nicht fürher gebeichtet hab.
*Ironiemodus aus*

Gruß
rupi
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Re: GEMA-Petition 01 Okt 2008 11:14 #62851

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Hiho,

klar, ich kann natürlich nicht kontrollieren was wer wann wo macht. Und ich glaube auch nicht das ich das muss. Wird aber gerade geklärt.

Wäre das so dann müsste ich ja strenggenommen alle Zimmer kontrollieren ob da nicht irgendwer ein Stück spielt das bei der Gema gelistet wäre. Das wäre ja Irrsinn ..... obwohl .... bei 25 Veranstaltungen auf ein WS.

Bringen wir die Gema mal nicht auf dumme Ideen ihre Tarife zu erweitern :-)

Gruß
Smatjes
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Re: GEMA-Petition 01 Okt 2008 12:04 #62861

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Wäre das so dann müsste ich ja strenggenommen alle Zimmer kontrollieren ob da nicht irgendwer ein Stück spielt das bei der Gema gelistet wäre.
...
Ist "das Zimmer" in diesem Fall nicht Privatbereich und die sich dort aufhaltenden evt. musizierenden eine private Gruppe ?
Wenn ich zu Hause aus meinem Lehrbuch übe, (Bei geschlossenen Fenstern, es kann also auch kein Fremder/Nachbar mithören, oder doch ? ) muß ich doch auch nix bei der GEMA anmelden oder wie ? 8-)
es grüsst klafu...der Beste im Norden :-)

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